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So soll der Saal im neuen Bürgerhaus in Pöcking nach seiner Fertigstellung aussehen.

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Bürgerhaus Pöcking: Der stete Kampf um die stabile Mehrheit

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Die Parteilose Wählergruppe Pöcking (PWG) sieht sich weiter auf dem richtigen Kurs – sei es beim Bau des Hauses der Bürger und Vereine oder dem Gewerbegebiet am Schmalzhof.

Pöcking – Ja, die PWG hat immer noch die Mehrheit im Pöckinger Gemeinderat und stellt den Bürgermeister Rainer Schnitzler. Nein, auf den Lorbeeren darf man sich nicht ausruhen. Daran ließ der Vereinsvorsitzende Albert Luppart am Donnerstagabend keinen Zweifel aufkommen. Die PWG hatte zum Infoabend über das Gewerbegebiet am Schmalzhof und das Haus der Bürger und Vereine eingeladen.

Gerade bei letzterem Thema ist für die PWG jede Abstimmung im Gemeinderat ein Tanz auf der Rasierklinge. Die Gründe sind bekannt: Nachdem der Gemeinderat sich auf einen Kostenrahmen von acht Millionen Euro für das neue Bürgerhaus verstärkt hatte, forderte die PWG-Basis den zusätzlichen Bau eines Kellers unter dem Vereinshaus und die Errichtung von Wohnungen im Dachgeschoss. Die Acht-Millionen-Marke wurde dadurch deutlich gerissen und weite Teile des Gemeinderates schalten seitdem auf stur.

„Seitdem haben wir ein Kuriosum im Gemeinderat“, sagte Luppart. Die meisten Abgeordneten wollen demnach das Haus bauen, stimmen aber gegen die nötige Budgetierung. Das bringt die PWG ein ums andere Mal ins Schwitzen. „Was passiert, wenn wir mal nicht vollzählig sind, weil einer unserer Gemeinderäte krank ist oder beruflich verhindert?“ fragte Luppart. Dann könne es schlimmstenfalls passieren, dass wichtige Beschlüsse nicht getroffen werden können. Und dadurch ein langer Verzug entsteht.

Dabei sei Bedarf für den Saal im Bürgerhaus immens: „Blaskapelle, Fasching, Theater – alle Veranstaltungen in Pöcking platzen aus allen Nähten“, so Luppart. Die Wildschützen hätten bereits damit geplant, den Schützenjahrtag im Sommer 2019 im neuen Bürgerhaus zu feiern. Damit es bis dahin nutzbar ist, dürften keine Verzögerungen auftreten. „Das bedeutet, dass wir bis zur Vergabe der Bauleistungen unsere Mehrheiten für das Bürgerhaus organisieren müssen“, so Luppart weiter. Er rechnet mit einem baldigen Spatenstich. „Die Planungen liegen noch zur Genehmigung beim Landkreis, parallel können wir den Spatenstich schon vorbereiten“, sagte er. Auch bei der Vorbereitung der Vergabebeschlüsse für den Bau sei man weit vorangekommen. 

Gemeinde soll am Schmalzhof aufs Gas drücken

Derweil kritisierten die anwesenden PWG-Mitglieder, dass es beim Bau des Gewerbegebietes am Schmalzhof nicht so recht vorangehe. „Da müssen wir zu Potte kommen, damit die Bewerber für die Flächen uns nicht zwischenzeitlich wegsterben oder die Lust verlieren“, so Luppart. Das wiederum mochte Bürgermeister Rainer Schnitzler so nicht auf sich und seiner Verwaltung sitzen lassen: „Noch sind nicht alle Verträge geschlossen und auch der Bebauungsplan wird erst im Juli endgültig Rechtskraft haben“, berichtete er.

„Die Starnberger werden ganz bestimmt nicht gegen das Gewerbegebiet klagen, die wollen beim Neubaugebiet im Wiesengrund mit uns kooperieren“, so Luppart. Doch auch davon ließ sich Schnitzler nicht beirren. Was sich derzeit vorbereiten lasse, werde parallel auch vorbereitet. Allerdings müsse man sich auch fragen, ob eine Ausschreibung von Tiefbaumaßnahmen im Sommer sinnvoll sei – im Winter gebe es deutlich bessere Preise. Es kann also noch dauern, auch wenn mit Bayerngrund bereits ein Erschließungsträger gefunden wurde.

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