So will sich das Autohaus Bauer künftig präsentieren: Die farbig markierten Gebäude – Ausstellungserweiterung, Werkstattanbau, Garage und Boarding-Haus (v.l.) – entstehen neu. Neu ist auch die Zufahrt von der rechts verlaufenden Weilheimer Straße, die die neuen Gebäude erschließt.
+
So will sich das Autohaus Bauer künftig präsentieren: Die farbig markierten Gebäude – Ausstellungserweiterung, Werkstattanbau, Garage und Boarding-Haus (v.l.) – entstehen neu. Neu ist auch die Zufahrt von der rechts verlaufenden Weilheimer Straße, die die neuen Gebäude erschließt.

Planungen an Pöckings Lindenberg

Das neue Autohaus Bauer

  • Stephan Müller-Wendlandt
    vonStephan Müller-Wendlandt
    schließen

Die Gemeinde Pöcking gibt im Bebauungsplanverfahren für die neuen Standorte für Freiwillige Feuerwehr und Bauhof Gas. Das größte Interesse an einem zügigen Abschluss des Verfahrens hat das Autohaus Bauer.

Pöcking – Die Familie Bauer beschäftigt sich bereits seit fünf Jahren mit Erweiterungsplänen für ihr Autohaus am östlichen Rand der Lindenbergsiedlung in Pöcking. Weil ein Umzug ins neue Gewerbegebiet Schmalzhof nicht möglich war, habe die Familie sich um die Erweiterung und Modernisierung am bestehenden Standort bemüht, sagt Geschäftsführer Anton Bauer gegenüber unserer Zeitung. Mit verschiedenen Planentwürfen haben sich die Gemeinderäte schon befassen müssen, erstmals 2017. Unter dem Druck der Automarken, die Bauer vertritt, sind die Pläne einmal mehr überarbeitet und optimiert worden. Architekt Albert Blaumoser (Starnberg) stellte den Entwurf am Montagabend den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses vor.

Der Altbestand des Autohauses wird nach den aktuellen Plänen um vier Bauelemente erweitert. Kernpunkt ist die Erweiterung der Werkstatt durch einen Anbau. Daran schließt sich als Solitärbau eine Autogarage an. Getrennt durch eine großzügige Grünzone wird am nördlichen Ende des Plangebietes ein Boarding-Haus entstehen mit 45 Appartements. Die 25 bis 35 Quadratmeter großen Wohneinheiten sollen laut Blaumoser mit Küche und Duschbad ausgestattet werden. Im Erdgeschoss des Gebäudes sind ein Bistro sowie eine Wasch- und Mangelstation vorgesehen. Neuer Blickfang soll zur Weilheimer Straße hin die neue Ausstellungshalle für Neufahrzeuge werden.

Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses begrüßten einhellig den überarbeiteten Entwurf. Besonders angetan waren sie von der neuen Erschließung des Betriebes über eine neue Straße östlich des Bauer-Areals. Das führe zu einer begrüßenswerten Entlastung der Zufahrt zur Lindenberg-Siedlung. Die neue Autogarage trage zudem zu einer Entwirrung der Stellplätze für Neufahrzeuge und Gebrauchtwagen bei. Bürgermeister Rainer Schnitzler sprach von einer „wesentlichen Verbesserung“ der Planung. Ortsplanerin Manuela Skorka wird laut Beschlussempfehlung des Bauausschusses beauftragt, die Erweiterung des Autohauses in den Bebauungsplan einzuarbeiten.

Das Betriebsareal ist nur ein Teil im Umgriff des Plangebietes. Auf der weiter östlich Richtung Ortsmitte liegenden Fläche sollen die Freiwillige Feuerwehr und der gemeindliche Bauhof neue Standorte bekommen. Dafür hatte die Gemeinde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Deren Ergebnisse werden ebenfalls in den Bebauungsplanentwurf eingearbeitet, damit dieser möglichst bald in die erste öffentliche Auslegung gegeben werden kann.

Auf Nachfrage erklärte Anton Bauer, dass sich der ursprüngliche Plan, auf dem Firmengelände Wohngebäude zu errichten, zerschlagen habe. Grund seien die Emissionen, die durch den Gewerbebetrieb, die Feuerwehr und den Gemeinde-Bauhof zu erwarten seien. An ein „Wohnen auf Zeit“ im Boarding-Haus würden lärmschutzmäßig nicht so hohe Anforderungen gestellt wie beim klassischen Wohnungsbau. Bauer: „Das Angebot im Boarding-Haus wird zu einer Entlastung auf dem Mietmarkt führen. Alle bisherigen Interessenten, mit denen wir gesprochen haben, bestätigen uns, dass sie ihren derzeitigen Bedarf über den privatwirtschaftlichen Wohnungsmarkt bedienen. Wir gehen deshalb davon aus, dass viele Unternehmen ihre Mitarbeiter und Schulungs- oder Lehrgangsteilnehmer in unserem Gewerbebetrieb unterbringen.“ Der Autohaus-Geschäftsführer bestätigt auch, derzeit nicht alle Anforderungen erfüllen zu können, die der Autohersteller Mazda an seine Vertragshändler stelle: „Eine Erweiterung unseres Servicebereichs ist nötig, um zukünftig eine Reparaturannahme in einer modernen Direktannahme abzubilden und auch Wartungen an modernen Assistenzsystemen wie Abstandsradar und City-Notbremsassistenten durchzuführen.“

Auch interessant

Kommentare