Die Tölzer Stadtbibliothek ist bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen beliebt.
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Die Pöckinger Bücherei ist bei Kindern und Jugendlichen beliebt - auch wenn sie im Jahr 2020 nicht viel stöbern konnten (Symbolfoto).

Zuwachs von 15,6 Prozent

Pöckinger Bücherei: Deutlich mehr Ausleihen an Kinder und Jugendliche

Auffallend viele junge Leser hat die Pöckinger Bücherei im vergangenen Jahr gewonnen. Das Team zog nun Bilanz über ein außergewöhnliches Jahr.

Pöcking – Das neuartige Corona-Virus und die damit einhergehende Erkrankung Covid-19 sind eine Geißel für die Weltbevölkerung. Aber es gibt auch Aspekte in Zeiten der Pandemie, die Anlass zu Lob und Beifall geben. So geschehen in der jüngsten Sitzung des Pöckinger Gemeinderates.

Der Geschäftsleiter im Rathaus der Seegemeinde, Sven Neumann, präsentierte den gewählten Bürgervertretern den Jahresbericht der Gemeindebücherei für 2020. Danach haben 42 Prozent weniger Besucher die Einrichtung im Alten Pfarrhof aufgesucht als noch im Jahr zuvor – das ist den Beschränkungen im Rahmen der Corona-Krise sowie dem daraus resultierenden Verhalten der Bevölkerung geschuldet. Aber: Die Ausleihzahlen sind im vergangenen ersten Corona-Jahr lediglich um 2,5 Prozent gesunken. Und diese Tatsache ist einzig und allein dem Einsatz des Büchereiteams geschuldet, daran ließ Neumann keinen Zweifel.

Gemeinde-Geschäftsleiter lobt „innovative Leistungen“

Das Personal der Pöckinger Bibliothek habe sich intensiv Gedanken gemacht, die Bedürfnisse ihres Publikums zu befriedigen, berichtete der Geschäftsführer. Das Stichwort heißt Lieferservice. Wer telefonisch seinen Lesewunsch geäußert habe, sei von der Belegschaft der Bücherei bedient worden bis vor die Haustür. Und im weiteren Verlauf der Pandemie habe das Team nach dem Motto „Click & Collect“ die gewünschte Literatur nach Anmeldung zur Abholung bereitgelegt. Die herausragende Zahl der Statistik ist aber die folgende: In 2020 ist die Ausleihe an Kinder- und Jugendliche um 15,6 Prozent gestiegen „Das Büchereipersonal verdient für seine innovativen Leistungen unser aller Dank“, sagte Neumann und löste damit den ersten Beifallssturm im Plenum des Gemeinderates aus.

Der zweite folgte auf dem Fuß: Lob zollte Neumann auch dem Personal des örtlichen Jugendtreffs. Als im ersten Lockdown mehr die Abstandsregelungen im Fokus standen als die noch nicht verfügbaren Mund-Nase-Masken, habe das Team seine Angebote an die Jugend nach draußen verlegt. Mit der FFP2-Masken-Pflicht sei nun auch ein Zusammensein im Jugendtreff möglich, sagte Neumann.

Stephan Müller-Wendlandt

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