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Eistaucher schützen sich beim Einsatz und im Training mit Trockenanzügen gegen Nässe und Kälte (Foto r.). Anschließend springen sie nochmal ohne Anzug ins eiskalte Wasser, da sind sie relativ schmerzfrei, wenn man das Lächeln im Gesicht der beiden Starnberger Taucher so deuten darf. 

DLRG

Lebensretter unter dem Eis

Taucher der DLRG trainieren ihre Einsätze unter erschwerten Bedingungen - wenn es sein muss, auch unter dem Eis. 

PöckingNicht nur wenn es draußen mollig warm ist, steigen die Lebensretter der DLRG ins Wasser. Denn wenn jemand in einen zugefrorenen See eingebrochen ist und zu ertrinken droht, rücken die Taucher an. Um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, werden beim Training Tauchgänge unter verschiedenen Bedingungen geübt. Wie zum Beispiel am vergangenen Wochenende im Freibad in Siegsdorf. Im eiskalten Wasser und unter einer Eisschicht trainierten die ehrenamtlichen Taucher der Ortsverbände Pöcking-Starnberg, Traunstein-Siegsdorf und Bad Aibling das richtige Verhalten und Rettungstechniken unter einer Eisfläche. „Im Einsatz herrscht meist Hektik, da müssen die Standardabläufe klar sein“, sagt der Vorsitzende des Ortsverbands Starnberg-Pöcking, Walter Kohlenz. Besonders bei Einsätzen unter einer Eisdecke sei es wichtig, Ruhe zu bewahren. Im Gegensatz zu eisfreien Gewässern können die Taucher bei einer geschlossenen Eisschicht nicht einfach wieder auftauchen. Ist eine gesuchte Person gefunden, müssen die Taucher erst die offene Einstiegsstelle findene. Orientieren können sich die Retter mit einem Kompass oder einer Führungsleine, über die sie mit einem Kollegen über Wasser verbunden sind. „Zusätzlich gibt es eine Art Tauchersprechanlage“, erklärt Kohlenz. Über die können sich die Taucher von Kameraden navigieren lassen.

Das Eistauchtraining ist eine von vielen Etappen in der Ausbildung zum Einsatztaucher. Daneben müssen die Retter unter anderem das Tauchen bei Nacht üben, Orientierungstauchgänge absolvieren und den Umgang mit Werkzeugen unter Wasser trainieren.

mak

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