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Üben mit der Drohne: Die DLRG-Piloten trainieren den Einsatz des Hexacopters, der bei Personensuchen und Erkundungen nützlich ist.

DLRG Pöcking-Starnberg

Drohnen über und unter Wasser

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Rettung zu Lande, zu Wasser und in der Luft: Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) nimmt das wörtlich. Seit einem Jahr läuft ein Pilotversuch, wie Drohnen den Helfern die Arbeit erleichtern könnten. Auch unter Wasser.

Pöcking Der neue Kamerad der DLRG hat sechs Rotoren. Seit einem Jahr probieren die Retter aus Pöcking aus, wie eine Drohne die Einsätze verbessern und beschleunigen kann. Seit dem vergangenen Wochenende schauen sie außerdem, wie eine Drohne unter Wasser nützlich sein kann. Dort ist der Einsatz deutlich schwieriger, wie DLRG-Sprecher Walter Kohlenz einräumt.

Die Flugdrohne könne vor allem bei Personensuchen eingesetzt werden, sagt Kohlenz. „Sie ist mit LED-Suchscheinwerfern und einer kombinierten Wärme- und Klarbildkamera ausgestattet.“ Die Bilder würden übertragen und könnten so wichtige Hinweise liefern. Die Pöckinger Drohne sei durch ihre sechs Rotoren besonders flugstabil und könne auch beim Ausfall eines Rotors noch sicher gelandet werden. „Unser Modell ist zudem für eine zweite Steuerung geeignet – das heißt, einer steuert, der andere wertet die Bilder aus.“ Möglich sei außerdem die Installation eines professionellen Videoübertragungssystems, sagt der Sprecher. Das Video könnte an die Einsatzleitung übertragen werden, dann seien alle im Bilde.

Die neue Unterwasserdrohne ist zur Erkundung und Suche unter Wasser hilfreich.

Der Pöckinger Drohneneinsatz ist einem bundesweiten Pilotprojekt der DLRG geschuldet, Pöcking ist eines von vier Projekten und das einzige in Bayern. „Ziel ist herauszufinden, wie man diese Technik in die Rettungsalgorithmen einbauen kann“, sagt Kohlenz. Gleichzeitig wolle man schauen, ob es unbedingt eine professionelle Drohne sein müsse oder ob nicht eine marktübliche Drohne ähnlich gute Dienste leistet – für wesentlich weniger Geld.

Deshalb üben seit gut einem Jahr rund zehn Ehrenamtliche in Pöcking, wie sie am besten mit der Drohne arbeiten. Die Pöckinger haben eine so genannte consumernahe Drohne, die mit Kamera und Scheinwerfern aufgewertet wurde, unter anderem mit Unterstützung eines Drohnenherstellers. Die Ehrenamtlichen durchlaufen eine umfangreiche theoretische und praktische Ausbildung Und seit vergangenem Wochenende üben sie auch unter Wasser mit einer Unterwasserdrohne.

Die Drohne sucht schon, während sich die Taucher noch vorbereiten

„Wenn eine Person im Wasser vermisst wird oder ein Boot gesunken ist, fahren wir üblicherweise mit Rettungsboot und Sonar die Fläche ab. Bei Auffälligkeiten gehen die Taucher dann runter“, erklärt Kohlenz. „Die Drohne könnte die Zeit nutzen, bis die Taucher fertig sind, und schon einmal optisch abklären, ob sich der Einsatz lohnt.“ Dabei sei es nicht so leicht, die Drohne zu steuern. „In der Luft sieht man das Gerät und kann entscheiden, weiter links oder rechts. Aber sobald die Drohne im Wasser ist, ist man als Steuerer komplett unorientiert.“ Nur die Tiefe werde angezeigt und künftig auch wenigstens die Himmelsrichtung. „Aber es gibt noch keine Positionsbestimmung.“ Deshalb werde weiter fleißig geübt.

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