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Im vergangenen Jahr begann in der Gemeinde Berg der Bau einer Siedlung im Einheimischenmodell.

Einheimischenmodell

Pöcking: 20 Träume werden wahr

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Pöcking - In direkter Nachbarschaft der Sozialstation entsteht in Pöcking demnächst ein neues Eigenheimviertel. Die Grundstücke wurden im Einheimischenmodell vergeben.

Der Traum von den eigenen vier Wänden – für Normalverdiener im Landkreis Starnberg ist er mittlerweile in weite Ferne gerückt. Insbesondere bezahlbare Grundstücke sind kaum mehr zu bekommen.

Da ist das so genannte Einheimischenmodell oftmals der einzige Hoffnungsschimmer. Konkret bedeutet das in der Regel, dass die Gemeinde ein Grundstück zur Verfügung stellt, auf dem die Interessenten ein Haus bauen können. Allerdings wird das Bauland weder verschenkt noch vergünstigt verkauft, sondern nur per Erbbaupachtvertrag zur Verfügung gestellt. In der Regel auf 99 Jahre. Unlängst hatte die Europäische Union die bisher geltende Regel, dass nur Einheimische zum Zuge kommen können, wenn die Grundstücke vergeben werden, gekippt. Kritisiert wurde die fehlende Gleichbehandlung aller EU-Bürger. Seitdem wird bei der Vergabe der Grundstücke darauf geachtet, dass sich die Bewerber im Ort engagieren – etwa bei der Feuerwehr oder bei Helferkreisen. Da die wenigsten Portugiesen Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr in Pöcking sind, bekommt die EU ihren Willen und die Pöckinger die begehrten Bauplätze.

In der Gemeinde laufen gerade die letzten Vorbereitungen dafür, 20 Hausträume von Pöckingern wahr werden zu lassen. „Der endgültige Vertragsentwurf liegt vor, nun können wir zum Notar gehen“, sagt Bürgermeister Rainer Schnitzler. Bereits vor Monaten hatte der Gemeinderat aus der umfangreichen Bewerberliste die 20 Glücklichen ausgewählt, die zum Zuge kommen sollen.

Ob auf dem Gelände in direkter Nachbarschaft der Sozialstation noch in diesem Jahr die ersten Bagger anrollen werden, ist unklar. Erschlossen ist das Grundstück bereits komplett, auch die Straße ist schon fertig, so Schnitzler. Und auch die zukünftigen Bauherren waren nicht untätig. 13 von ihnen müssen gemeinsam eine Tiefgarage errichten, berichtet der Bürgermeister. Diese würden bereits intensive Gespräche mit Planern und Bauunternehmen führen.

Es ist beileibe nicht das erste Mal, dass in Pöcking Grundstücke auf diese Weise vergeben werden. Auch die derzeit im Aufruhr befindliche Bürgermeister-Grenzebach-Siedlung entstand derzeit über das Einheimischenmodell.

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