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Allein auf weiter See: Die Fährmänner genießen die Touren vom Festland am Glockensteg zur Roseninsel mit prächtigem Bergpanorama. Ab 1. Mai müssen sie sich aber auf Gesellschaft in ihren Zillen einstellen – dann beginnt die neue Saison.

Roseninsel

Begegnungen im Viertelstundentakt

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Die Roseninsel ist ab 1. Mai wieder für Besucher zugänglich. Damit nehmen auch die Fährmänner wieder ihre Arbeit auf. Zur neuen Saison bekommen sie Verstärkung.

Pöcking – Fährmann Bernhard Zillner (49) weiß genau, wie sich sein Schützling bei der Führerscheinprüfung gefühlt hat. Der Wind zwischen Roseninsel und Festland dreht dauernd, tückisch. Dazu die Nervosität. Da wird das Anlegen schwierig. Der Prüfling hat es aber geschafft: Zillner darf sich zur neuen Saison über einen neuen Kollegen freuen. Ab Dienstag, 1. Mai, fahren Zillner und sein Kollege Stefan Seerieder (50) wieder. „Wir sind froh, wenn jetzt jemand mal einspringen kann“, sagt Zillner.

„Die Leute bereichern meinen Tag“

Der Andrang ist auch in der neuen Saison unverändert groß. Sie übernehmen die Fahrten für 70 Hochzeitspaare. Seit Anfang des Jahres spricht Zillner mit ihnen, damit es auch wirklich der schönes Tag in ihrem Leben wird. Dafür geben die Fährmänner alles. So wie bei einem Paar im vergangenen Jahr. Bevor Seerieder die beiden abholen konnte, waren sie schon vom Steg gefallen. Er hatte Handtücher an Bord und das Paar konnte auf der fünfminütigen Fahrt zur Roseninsel auch schon wieder lachen.

Arbeiten gerne in Tracht: die Fährmänner Bernhard Zillner (l.) und Stefan Seerieder.

40 000 Menschen besuchen die Roseninsel jedes Jahr. „Viele spannende Begegnungen im Viertelstundentakt“, sagt Bernhard Zillner, den alle nur Hermann nennen. „Die Leute sind gut aufgelegt und bereichern meinen Tag“, sagt er. Daran ist er nicht ganz unschuldig: „Wer die Leute anlacht, bekommt als Antwort auch ein Lächeln.“ Außerhalb der Fährsaison arbeitet Zillner als Sachbearbeiter bei einer Krankenversicherung. „Nach fünf Monaten im Büro bin ich dann froh, wenn es wieder an den See geht“, sagt er. Hier ist der Pöckinger gerne, besonders gerne bei der Roseninsel. Er nannte sie mal einen „ganz besonderen Ort, der Magie ausstrahlt“.

Saisonhöhepunkt am 14. und 15. Juli

Den sollen auch Menschen mit Beeinträchtigungen zu Gesicht bekommen. Wer mobil eingeschränkt ist, kann drei Sonderfahrten wahrnehmen: zwei im Juni, eine im August. Für Anfragen ist Zilner offen, wie er sagt: „Die Leute brauchen keine Hemmungen haben.“ Infos dazu, zu Fahrtzeiten und Preisen gibt es unter www.roseninsel.bayern. Die erste Fahrt ist am 1. Mai um 11 Uhr.

Als Saisonhöhepunkt sieht Zillner die Jubiläumsveranstaltung am 14. und 15. Juli (siehe Kasten). Die Saison endet am 15. Oktober. Der Andrang wird mal mehr, mal weniger groß sein. Manchmal müssen Kunden am Steg warten. „Wir sind aber an einem wunderbaren Ort – da wartet man bei einem wunderbaren Gebirgsblick“, sagt Zillner. Währenddessen fährt er in aller Ruhe. Nervös ist er dabei nicht mehr: „Es ist wie Radelfahren.“

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