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Eine engagierte Truppe: Die Aktiven und die Jugend der Feuerwehr Maising mit den Geehrten und Bürgermeister Rainer Schnitzler (2.v.l.). 

Freiwillige Feuerwehr Maising

Viele Einsätze, viele Aktive, viel Leistung

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Das Jahr 2019 brachte der Freiwilligen Feuerwehr Maising einen neuen Einsatzrekord, aber auch gute Nachrichten in Sachen Fahrzeug und Feuerwehrhaus. Letztere sind auch dringend nötig, denn das Material ist stellenweise am Ende.

Maising –  Rund drei Jahre muss sich die Wehr aber noch über die Zeit retten. In der Jahresversammlung wurde aber auch klar: Die Feuerwehr ist im Ort extrem gut verankert.

„Es war schon was los“, attestierte Kommandant Florian Dreisbach bei der Versammlung und korrigierte sich selbst: 2019 hatte er vom „ereignisreichsten Jahr 2018“ gesprochen, das Jahr 2019 übertraf das aber noch. 25 Einsätze – verhältnismäßig viel für eine Wehr in einem 300-Einwohner-Ort – mussten die ebenfalls verhältnismäßig vielen, nämlich 35 Aktiven (darunter vier Frauen) leisten. Elf Brandeinsätze, acht technische Hilfeleistungen, zwei Unfälle, die Schneenothilfe in Holzkirchen und dergleichen waren es.

Besonders in Erinnerung blieben ein Brand in der Sonnau in Perchting – dort kannten sich die Maisinger wegen einer Übung kurz zuvor schon aus – und eine Rettungsaktion für einen schwer gestürzten Radfahrer in der Maisinger Schlucht. Der Mann erschien wenige Wochen später bei der Feuerwehr, einen Arm in Gips und in seiner gesunden Hand einen Geschenkkorb als Dank.

Mehrfach müssen die Maisinger jedes Jahr wegen Brandmeldealarms zur Fünfseen-Schule nach Söcking fahren. Da könnte man mal was machen, merkte Dreisbach an. Kreisbrandinspektor Anton Graf appellierte an alle Wehren, trotz der Brandmeldeanlagen-Fehlalarme nicht nachzulassen – die Anlagen melden in der Regel etwas, Dampf oder Staub, und funktionierten daher als Frühwarnsystem.

Stolz ist der Kommandant auf seine Truppe, die auch tagsüber acht Mann pro Alarm aufbieten kann und eine durchschnittliche Anwesenheitsquote bei Übungen von 15 Mann hat. „Eine stolze Zahl“ – vor allem, weil vergangenes Jahr 59 Übungen anstanden und damit mehr als eine pro Woche. Mehr als 2200 Stunden waren die Ehrenamtlichen in Sachen Feuerwehr unterwegs.

Beim Material jedoch legen sich Sorgenfalten auf Dreisbachs Stirn: Er fuhr 2019 mehrfach mit einer kaputten Pumpe durch halb Oberbayern, das Fahrzeug machte es gerade so noch. Wie Pöckings Bürgermeister Rainer Schnitzler erklärte, wird die Gemeinde für Maising und Aschering zwei baugleiche LF10 (Stückpreis: mehr als 300 000 Euro) anschaffen. Der Beschluss ist gefallen, die Ausschreibung in Vorbereitung, der Förderantrag gestellt. Zeit bis zur Lieferung: vermutlich drei Jahre.

Zu dieser Zeit soll auch das neue Feuerwehrhaus am Zwickel der Straßen zur Kaserne und nach Pöcking fertig sein. Drei Millionen Euro werde das kosten, schätzt Schnitzler, was es der Gemeinde aber wert sei. Das Grundstück hat der Bund der Gemeinde kostenlos überlassen, die Planungen laufen. „Es passiert also einiges“, sagte Dreisbach. Selbst wenn das Haus bei Lieferung des Fahrzeugs nicht fertig sein sollte – die Wehr sucht schon Alternativen in Maising.

Hoch zufrieden ist die Wehr mit der Jugendarbeit unter Paula Pfeffer. Trotz einiger Abgänge ist die Jugendgruppe auf zehn Mitglieder angewachsen und hat sich sowohl im Wettkampf (Löschangriff) als auch bei Wissenstests bewiesen. Die Mitgliederzahl des Feuerwehrvereins ist auf 113 gestiegen, berichtete Vorstand Klaus Gawellek. Die Wehr hat mit Dult oder Ramadama mit mehr als 60 Teilnehmern (ein Fünftel der Bewohner) wieder viel zum Ortsleben beigetragen.

Gawellek zeichnete Wilhelm Mühlbauer für 65 Jahre im Verein und Rainer Gröger für 60 Jahre aus. Dreisbach hatte die weggezogene Lena Benedikt für zehn Jahre Dienst in der Wehr, Vincent und Parvis Shafiey für 20 Jahre und Ruppert Wachter jun. für 30 Jahre Dienst auf der Liste. Antonia Kaspar, Daniel Weiss und Felix Schaumberg wurden zu Feuerwehrmännern bzw. -frauen befördert, Paula Pfeffer ist nun Oberfeuerwehrfrau.

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