+
Die Direktorin der Petö Hochschule aus Ungarn, Dr. Andrea Zsebe (3.v.l.), und ihre Stellvertreterin Éva Feketéne Szabó (2.v.r.) besuchten Kinder und Konduktoren der Konduktiven Heilpädagogischen Tagesstätte in Niederpöcking.

Neue Kooperation

FortSchritt arbeitet Petö Hochschule zu

Niederpöcking - Die gemeinnützige FortSchritt GmbH in Niederpöcking arbeitet mit der Budapester Petö Hochschule eng zusammen. Ein Vertrag regelt die Kooperation.

Menschen mit einer körperlichen Behinderung zur größtmöglichen Selbstständigkeit im Alltag verhelfen – das hat sich die FortSchritt GmbH aus Niederpöcking zum Ziel gesetzt. Die Organisation betreibt unter anderem in Niederpöcking eine Konduktive Tagesstätte, in der Kinder nach der Methode des ungarischen Neurologen András Petö gefördert werden.

Dieser Tage empfing die Niederpöckinger Einrichtung besonderen Besuch: Dr. Andrea Zsebe, die neue Rektorin der Budapester András Petö Hochschule, reiste aus Ungarn an de Starnberger See. Nach drei Tagen war die Institutsleiterin mit dem Ergebnis der Gespräche sehr zufrieden.

„Für uns von FortSchritt ist des Besuch der Rektorin der András Petö Hochschule und ihrer Stellvertreterin, Éva Feketéné Szabó, eine große Ehre und Anerkennung unserer Arbeit“, sagt Geschäftsführer Peter von Quadt. Er und seine Frau Hanni von Quadt haben die Konduktive Förderung kennen gelernt, weil ihr behinderter Sohn in Ungarn danach behandelt wurde. Die Erfolge haben sie so überzeugt, dass sie die Petö-Methode vor knapp 25 Jahren nach Deutschland brachten und bundesweit erfolgreich etablierten. Jetzt haben die Verantwortlichen der Fortschritt gGmbH und der Petö Hochschule einen schon lange ins Auge gefassten Kooperationsvertrag vorbereitet. Die Kooperation sieht vor, dass zum einen Studenten der Petö Hochschule den praktischen Teil ihres Studiums in FortSchritt Einrichtungen absolvieren können. Zum anderen sollen die praktischen Erfahrungen der FortSchritt-Arbeit in die Konduktoren-Ausbildung und in die wissenschaftliche Forschung der András Petö Hochschule einfließen.

„FortSchritt ist für diese vorgesehenen Aufgaben wie geschaffen. Ich hoffe sehr, dass der Prozess zeitnah ins Laufen kommt“, sagte Rektorin Dr. Andrea Zsebe. Die András Petö Hochschule arbeitet derzeit an einheitlichen Standards, nach denen ihre Partner in Zukunft weltweit zertifiziert werden sollen. Die Arbeit von FortSchritt dient dabei als Musterbeispiel, weil das Niederpöckinger Unternehmen Konduktoren beschäftigt, die in Ungarn ausgebildet wurden.

Konduktoren sind Pädagogen, Motivatoren und Therapeuten in einem. Sie unterstützen Menschen mit Behinderung im Rahmen der Konduktiven Förderung, damit diese möglichst selbstständig im Alltag zurecht kommen.

Die Konduktive Tagesstätte im Pöckinger Ortsteil Niederpöcking betreut in der Regel Kinder im Alter von sechs Monaten bis zum Schulabschluss. Auf Anfrage können jedoch auch Erwachsene, beispielsweise nach einem Schlaganfall oder bei einer Parkinson-Erkrankung, therapiert werden. Insgesamt ist FortSchritt mit 35 Einrichtungen in acht Landkreisen Oberbayerns vertreten.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Wir haben aus dem Vorfall gelernt“
Die Herrschinger Handballer wollen ein drohendes Harzverbot abwenden. Sie putzen die Nikolaushalle und versprechen Besserung – der Hausherr, Rektor Florian Thurmair, …
„Wir haben aus dem Vorfall gelernt“
„Ihr habt eine Verantwortung“
„Regieren oder NoGroKo?“ Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit landauf, landab die SPD. Ein Besuch beim Ortsverband Berg.
„Ihr habt eine Verantwortung“
GCDW will dem Goliath ein Bein stellen
Jetzt geht es in die entscheidende Phase: Die Volleyballer des TSV Herrsching wollen noch Rang fünf in der Bundesliga erreichen. Dazu müssten sie aber wohl die …
GCDW will dem Goliath ein Bein stellen
Erster Tutzing-Krimi
Bis der erste Tutzing-Krimi fertig war, hat es fast vier Jahre gedauert. Heute, am Freitag,  wird er in der Tutzinger Buchhandlung Held präsentiert.
Erster Tutzing-Krimi

Kommentare