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Engagiert: Die Leiterin des Tierheims in Starnberg, Christine Herrmann, und Vereinschef Thomas Fischer. 

Zuschuss

„Die brauchen ein Energiekonzept“

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Der Hilferuf des Starnberger Tierheims bleibt nicht unerhört: Nach Tutzing macht nun auch die Gemeinde Pöcking Spendengeld locker.

Pöcking/Starnberg – Die Probleme im Starnberger Tierheim sind groß. Wie es immer so ist: Wenn, dann kommt es dicke. Defekte Nachtspeicheröfen im Katzenhaus, funkenschlagende Industriewaschmaschinen, dazu noch eine marode Elektroanlage. Deswegen wandte sich das Tierheim unlängst an die Leser des Starnberger Merkur. Und die bewiesen einmal mehr ihre Großzügigkeit und überwiesen mehr als 17 500 Euro (wir berichteten mehrfach).

Parallel dazu hatten sich die Verantwortlichen vom Tierheim auch an die Gemeinden im Landkreis mit der Bitte um Hilfe gewendet. Bislang hatte einzig Tutzing eine Finanzspritze von 1000 Euro bereitgestellt. Nun kam das Thema auch im Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Pöcking an. Bürgermeister Rainer Schnitzler (PWG) schilderte den Gemeinderäten noch einmal eindringlich die Notlage des Tierheims.

Dabei ging er auch auf die Finanzsituation des Betreibervereins ein, der nach seiner Aussage chronisch unterfinanziert ist. Einzig einige große Erbschaften und Spenden im vergangenen Jahr hätten dafür gesorgt, dass unterm Strich eine schwarze Zahl steht – nach mehreren Jahren mit teils hohen Defiziten.

Schnitzler erinnerte seine Gemeinderäte nochmals daran, dass „das Tierheim nicht nur eine soziale Einrichtung ist, die eine tolle Arbeit macht“, sondern gleichzeitig mit der Aufnahme von Fundtieren für die Gemeinde eine Pflichtaufgabe übernimmt. Er berichtete, dass das Tierheim deshalb vor einiger Zeit eine Anhebung der Pauschale, die die Gemeinden für diese Aufgabe zahlen, von 50 Cent auf einen einen Euro pro Einwohner und Jahr erbeten hätte. Schlussendlich hätten die Gemeinden allerdings nur zehn Cent mehr zugestimmt.

„Wenn die Tutzinger 1000 Euro geben, dann können wir das auch“, meinte Schnitzler. Dem stimmten auch die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses prinzipiell zu. Allerdings meinte Walter Erhard jun., dass er nicht verstehen könne, dass jetzt wieder Nachtspeicheröfen angeschafft werden sollen. „Das sind die größten Energieschleudern überhaupt – unverständlich, warum im Tierheim erneut diese vollkommen veraltete Technik eingesetzt werden soll.“ Eine Umstellung der Heizung auf moderne, energieeffiziente Technik sei sicher im Moment teurer, würde aber langfristig deutlich Kosten einsparen.

Dem schloss sich auch Albert Luppart (PWG) an: „Natürlich stimmen wir dem Zuschuss zu, allerdings sollten wir beim Tierheim anregen, ein Energiekonzept zu entwickeln.“ Amalie Erhard (SPD) nahm es pragmatisch: „Wir schicken unseren heutigen Entwurf einfach an die Klimaschutzmanagerin Josefine Anderer-Hirt vom Landkreis“, regte sie an.

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