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Bürgerhaus Pöcking: Die schöne Sparvariante

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Pöcking - Der Bau des neuen Bürgerhauses in Pöcking ist ein ganzes Stück näher gerückt. Am Donnerstagabend beschloss der Gemeinderat den entsprechenden Flächennutzungsplan.

Es ist mittlerweile fast sieben Jahre her, da herrschte Euphorie in Sachen Bürgerhaus bei der Gemeinde Pöcking. Die Gewerbesteuer sprudelte, dass es eine Freude war, Geld spielte fast keine Rolle. Und so wurde groß geplant, wuchs der Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs weiter und weiter, bis die Baukosten auf fast 14,5 Millionen Euro geschätzt wurden.

Irgendwann wurde die finanzielle Notbremse gezogen, das Projekt vorerst auf Eis gelegt. In den vergangenen Monaten wurden ein neuer Kostenrahmen von acht Millionen Euro bestimmt und die Planungen entsprechend abgespeckt. Am Donnerstagabend wurden die ersten konkreten Ergebnisse im Gemeinderat präsentiert. Die Entwürfe der Gebäude würden erst im Februar gezeigt, sagte Bürgermeister Rainer Schnitzler.

Aber der Flächennutzungsplan, der einstimmig auf den Weg gebracht wurde, verrät schon einiges darüber, wie das Bürgerhaus-Gelände künftig aussehen wird. Zunächst einmal wurden die ursprünglich geplante Tiefgarage, die Zwei-Felder-Sporthalle und das Trainingszentrum ersatzlos gestrichen. Die Parkregelung wurde gründlich überarbeitet. Neben der Tiefgarage war ursprünglich eine gerade Promenade, die direkt zum Bürgerhaus führt, geplant. Das wurde ebenfalls gekippt, weil man dadurch die bestehenden Parkplätze hätte streichen müssen.

Stattdessen werden die heutigen Parkplätze erhalten und ergänzt. Im „Normalbetrieb“ werden 50 Stellplätze bereit stehen. Bei Großverstaltungen – maximal zehn davon sind pro Jahr zulässig – werden die Schranken geöffnet und 26 weitere Parkplätze freigegeben. Dann wird auch die zusätzliche Parkfläche gegenüber des Wertstoffhofs mit 45 Stellplätzen geöffnet. Obwohl nun ausschließlich oberirdisch geparkt wird, sollen die strengen Lärmschutz-Richtlinien für Wohngebiete eingehalten werden, wurde mehrfach in der Sitzung betont.

Auch gebäudeseitig hat sich einiges verändert: Geplant sind nun noch zwei Gebäude, die beide nicht unterkellert werden sollen. Das 40 mal 40 Meter große Hauptgebäude soll den Saal, einen Innenhof und die Gastronomie in Richtung Sportpark beinhalten.

Ein zweites, kleineres Haus soll nun die neue Heimat der Schützen und der Blaskapelle werden. Eine schallentkoppelte doppelte Innenwand soll verhindern, dass sich die beiden geräuschintensiven Vereine akustisch ins Gehege kommen, versprechen die Planer. Geblieben ist derweil der kastanienbepflanzte Vorplatz, der auch einen Biergarten beinhalten soll.

Dadurch, dass keine Unterkellerung mehr geplant ist, müssen Haustechnik und Lager in den Dachböden der Giebeldächer auf den beiden Gebäuden untergebracht werden. „Wir haben zwar noch nicht alles fertig, sind aber zuversichtlich, dass wir den Kostenrahmen einhalten können“, meinte Architekt Tilman Probst. Im Februar soll dann ganz detailliert auf den Bau eingegangen werden.

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