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Der CSU-Vorstand um Wolfgang Wirblich, Christian Kalbfus, Matthias Rinck, Constantin Leiter und Ute Nicolaisen-März.

Gemeinderat

Ute Nicolaisen-März tritt zurück

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CSU-Politikerin Ute Nicolaisen-März tritt nach einer Abstimmung in nichtöffentlicher Sitzung aus dem Pöckinger Gemeinderat zurück.

Pöcking – Gemeinderäte und Bürgermeister bereiteten sich am Donnerstagvormittag gerade auf den Spatenstich für das Haus der Bürger und Vereine vor, als Ute Nicolaisen-März ihren Rücktritt zum 1. Mai mit einem Schreiben öffentlich machte. Ihren Kollegen im Gremium hatte sie es bereits am Vorabend in nichtöffentlicher Sitzung gesagt. „Ich hatte meinen Brief schon dabei“, sagt Nicolaisen-März.

Ute Nicolaisen-März von der CSU gibt ihr Gemeinderatsmandat auf. 

In einer Pressemitteilung erklärt sie, warum sie das Amt nach zehn Jahren aufgibt: „Der Gemeinderat hat in nichtöffentlicher Sitzung mit knapper Mehrheit eine Entscheidung getroffen, die ich persönlich auf keinen Fall mittragen kann.“ Parteikollegen konnten sie nicht von einem Verbleib überzeugen. Der CSU-Ortsverband teilt mit: „Ihr Rücktritt ist ein Verlust für uns alle.“ Als Finanzreferentin habe sie häufig den Finger in die Wunde gelegt und dafür gesorgt, dass Großprojekte wie das Haus der Bürger und Vereine auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft würden.

Nicolaisen-März: „Man wird verstehen, warum“

Das Haus der Bürger und Vereine ist dem Vernehmen nach aber nicht der Grund für den Rücktritt von Nicolaisen-März. Viel mehr geht es um einen Tagesordnungspunkt, der schon in nichtöffentlicher Sitzung Ende März behandelt werden sollte. Damals vertagten sich die Gemeinderäte auf die Sitzung am Donnerstag. In der Zwischenzeit warb Nicolaisen-März um die Stimmenmehrheit. „Ich habe sehr viele Gespräche geführt“, sagt sie. Als sich die Gemeinderäte gegen ihren Willen entschieden, verkündete Nicolaisen-März ihren Rücktritt. „Für mich stand fest, dass ich bei so einer Entscheidung gehe. Das war nicht aus der Wut heraus“, sagt die CSU-Politikerin. Wie der Starnberger Merkur erfuhr, fehlten am Ende zwei Stimmen.

Bürgermeister Rainer Schnitzler bedauert die Entscheidung von Nicolaisen-März, wie er sagt: „Sie war eine engagierte Kollegin. Aber es ist ihre Entscheidung.“ Um welchen Hintergrund es genau geht, möchte Schnitzler nicht sagen. Der Grund der Geheimhaltung für diesen Tagesordnungspunkt ist noch nicht entfallen. Daher möchte sich auch Nicolaisen-März nicht näher äußern. Über ihren Rücktritt sagt sie nur: „Man wird verstehen, warum.“

Die Juristin möchte sich mit ihren Ämtern als Kreisrätin und Kreisvorsitzende der Frauen-Union Starnberg weiter in der Kommunalpolitik einbringen. Der CSU-Ortsverband Pöcking prüft derweil, ob der erste Nachrücker für den Gemeinderat zur Verfügung steht.

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