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Gruß per Satellit: Bei der Liveübertragung grüßte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen von der Pöckinger General-Fellgiebel-Kaserne die Kameraden am Feldafinger Bundeswehr-Standort und ließ sich die Technik erklären.

General-Fellgiebel-Kaserne

Entspannter Besuch – bis zum Unglück

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Für den Besuch am Mittwoch von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatten sich die Bundeswehr-Kameraden in Pöcking bestens präpariert. Alles lief gut – bis ein Unglück im Ausland bekannt wurde.

Pöcking – 15.25 Uhr. Die Schranke der General-Fellgiebel-Kaserne Pöcking geht nach oben, zwei schwarze Limousinen fahren vor. Auf dem Bundeswehrgelände stehen 14 Medienvertreter bereit, an den Jacken heften durchnummerierte Schildchen. „Sie mag es nicht, wenn sie jemanden nicht erkennt“, erklärte ein Offizier. Und wenn Ursula von der Leyen in Pöcking zu Besuch ist, soll alles passen. Seit mehr als sieben Jahren war kein Verteidigungsminister mehr in der General-Fellgiebel-Kaserne.

Von der Leyen: „Es heißt nicht umsonst Sommerreise“

Vor dem Dauerregen hatten sich Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig, Landrat Karl Roth sowie die Bürgermeister Rainer Schnitzler, Bernhard Sontheim und Michael Kießling schützend ins Trockene gestellt, für das Foto mit der Verteidigungsministerin. „Es heißt nicht umsonst Sommerreise“, flachste von der Leyen.

Sie hat Landrat Roth – ohne nummeriertes Schildchen – wiedererkannt, nachdem dieser ihren Besuch bei der CSU in Andechs am Jahresanfang erwähnte. Für tiefere Gespräche blieb aber keine Zeit.

Liveschaltung der Verteidigungsministerin nach Feldafing

15.52 Uhr. Von der Leyen betritt ein weißes Zelt, darin einige Bildschirme und Technik, die die Soldaten für ihre Übertragungen brauchen. Per Satellit stellen sie eine Liveschaltung zur Schule Informationstechnik der Bundeswehr ( ITSBw) in Feldafing her. Einen Gruß nach Feldafing sprach die Verteidigungsministerin aus. Wie das Wetter in Feldafing wäre? Genauso schlecht wie in Pöcking, lautete die Antwort aus dem Bildschirm. Entspanntes Lachen in der Runde.

Im Gebäude nebenan ließ sich von der Leyen dann in einem Unterrichtsraum zeigen, wie die Soldaten die Signalstärken der Übertragungen ermitteln. Die Bildschirme und die Bediengeräte wirken nicht elegant, aber sie haben es in sich. Bis zu 40 Kilo schwer können die Kisten sein, in denen sie zum Teil mehrere Kilometer per Fuß zum Einsatzort getragen werden müssen.

Ursula von der Leyen besucht General-Fellgiebel-Kaserne - und erfährt von Unglück

Sprecher: „Das Statement der Bundesministerin kann nicht stattfinden“

Viele Informationen, dann sollte sich die Verteidigungsministerin äußern. Anstatt zurück ins Zelt zu gehen, fährt von der Leyen aber in einem weißen Transportbus ab. Ein Sprecher tritt vor die Presse: „Das Statement der Bundesministerin zum Standort kann nicht stattfinden. Es hat sich ein ernster Zwischenfall in einem Einsatzland ereignet. Die Bundesministerin lässt sich gerade unterrichten. Die Aufklärung wird andauern.“ Schon wenige Minuten später wird öffentlich, dass ein Bundeswehr-Hubschrauber in Mali abgestürzt ist.

Oberst Frank Schlösser berichtete noch vom Gespräch mit von der Leyen. „Sie übermittelt, dass die Bundeswehr hier in den nächsten fünf Jahren 81 Millionen Euro in die Hand nehmen wird, um die Schule für die Aufgaben der Zukunft zu ertüchtigen.“ Größter Baustein sei dabei das Lehrsaalgebäude mit knapp 50 Millionen Euro. Dann war er vorbei, der lange vorbereite Besuch der Verteidigungsministerin.

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