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Die Zufahrt zum Schmalzhof in Pöcking – hier ein Archivbild – ist immer noch ein Parkplatz für alle möglichen Anhänger und Großfahrzeuge. Dabei hatte der Gemeinderat schon vor Wochen beschlossen, dass hier ein Halteverbot eingerichtet werden soll. „Die Vorarbeiten sind alle erledigt, der Bauhof hatte aber nach dem Sturm zu viel zu tun“, sagte Pöckings Geschäftsleiter Sven Neumann gestern. Nun soll es schnell gehen.

Gewerbegebiet Schmalzhof

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Die Ausschreibung der Flächen des neuen Pöckinger Gewerbegebietes am Schmalzhof läuft auf Hochtouren. Die Gemeinde setzt dabei auf größtmögliche Flexibilität bei der Vergabe.

Pöcking – „Priorität für uns hat die wirtschaftliche Existenzsicherung von Unternehmen aus dem Ort.“ Der Gewerbereferent des Gemeinderats von Pöcking, Wolfram Staufenberg, lässt keine Zweifel, worum es bei der Ausweisung des neuen Gewerbegebietes am Schmalzhof in Pöcking geht.

Etliche Unternehmen aus der Gemeinde suchen händeringend Flächen, um sich zu erweitern. „Deswegen haben wir die Ausschreibung bewusst so formuliert, dass wir ein Maximum an Flexibilität bieten können“, so Staufenberg. Die Ausschreibung (wir berichteten) offeriert die Flächen sowohl zum Kauf als auch über einen Erbbaupachtvertrag. Wobei letzteres für die Gemeinde eigentlich die attraktivere Variante wäre, weil der kostbare Grund in ihrem Besitz verbliebe.

Schlussendlich entscheiden aber die Bedürfnisse der Unternehmen, so Staufenberg. Er bestätigte, dass die Gemeinde auch weiterhin am Plan festhalte, einen Teil der Fläche für den Bau eines Gewerbehofes zu reservieren. Hier sollen sich nach dessen Fertigstellung gleich mehrere Handwerksbetriebe aus dem Ort ansiedeln können. Die Unternehmen könnten dann bestimmte Einrichtungen des Gebäudes gemeinsam nutzen – etwa ein gemeinsames Sekretariat.

4000 Quadratmeter kann die Gemeinde vergeben

„Wir lassen uns alle Optionen offen“, sagte Staufenberg auf Anfrage des Starnberger Merkur. Dazu gehöre auch, dass man prüfe, ob die Gemeinde selbst den Gewerbehof errichte oder man einen privaten Investor beauftrage, das Projekt umzusetzen. Konkrete Vorgespräche gebe es natürlich noch nicht, „aber mir fallen ad hoc allein in Pöcking mindestens drei Unternehmen ein, die das stemmen könnten. Er hofft, dass man nach Ende der Ausschreibung schon klarer sehen würde. Insgesamt stehen am Schmalzhof rund 8000 Quadratmeter für das neue Gewerbegebiet zur Verfügung. Die Hälfte davon vermarktet die Gemeinde, die andere Hälfte die ehemaligen Eigentümer der Fläche. Sie hatten 4000 Quadratmeter an die Gemeinde verkauft, die widmete das Areal daraufhin zu Gewerbeflächen (wir berichteten mehrfach).

Bis hier der Gewerbehof und die ersten Unternehmen entstehen, sind allerdings noch rechtliche Fragen zu klären, so der Pöckinger Gewerbereferent. So müssten nun zeitnah die Erschließungsverträge abgeschlossen werden, zudem stehe eine Zweckvereinbarung über die Entwässerung mit der Stadt Starnberg auf der Agenda. „Auf alle Fälle muss heuer noch der Grundstücksübertrag über die Bühne gehen“, sagt Staufenberg.

Ob es heuer noch einen Spatenstich geben werde, sei unklar. „Es ist aber auch egal, ob wir nun im September oder im April den ersten Spatenstich veranstalten – wichtig ist, dass es danach richtig schnell geht.“

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