Haus der Bürger und Vereine

Sportler wollen Gaststätte pachten

  • schließen

Pöcking – Die Verwirrung ist groß in Pöcking: Baut die Gemeinde für zehn Millionen Euro ein Haus der Bürger und Vereine und verzichtet dann auf eine Gastronomie?

„Natürlich nicht“, stellt Pöckings Bürgermeister Rainer Schnitzler klar. Man müsse klar unterscheiden zwischen dem „Haus der Bürger“ mit seinem Saal und der Gastronomie und dem „Haus der Vereine“, wo die Schützen und die Blaskapelle ihre Trainings- und Übungsmöglichkeiten bekommen sollen.

Laut Schnitzler: Erste Vorgespräche mit SC Pöcking

Während im Bürgerhaus natürlich eine Gaststätte geplant ist, soll verhindert werden, dass es im Haus der Vereine eine Nebengastronomie gibt, die dem Wirt nebenan das Leben schwer macht. „Deswegen haben wir darauf geachtet, dass es dort eine Teeküche mit Kühlschränken gibt, in denen auch ein paar Bier gelagert werden können“, so Schnitzler. 

Eine wirkliche gastronomische Eigenversorgung des Hauses der Vereine sei aber nicht geplant und nicht erwünscht. Es soll aber möglich sein, nebenan im Bürgerhaus Essen zu bestellen, dass dann ins Haus der Vereine geliefert wird. Für die Gaststätte im neuen Bürgerhaus laufen laut Schnitzler derweil die ersten Vorgespräche mit dem SC Pöcking.

Bayerische, italienische oder asiatische Küche: „Das wäre uns egal“

Der betreibt bereits seit vielen Jahren die Gaststätte im heutigen Sportlerheim und interessiert sich auch für die Betreibung der Gaststätte im Bürgerhaus. „Die Sportler würden die Gaststätte pachten und sich dann dafür einen Wirt suchen“, so Schnitzler.

Den Wirt erwartet nicht nur eine topmoderne Gaststätte mit allem Zubehör, die Gemeinde baut für den künftigen Gaststättenbetreiber und seine Mitarbeiter im Dachgeschoss des „Hauses der Vereine“ auch schicke Wohnungen (wir berichteten). Zum künftigen gastronomischen Konzept gibt es bereits erste Überlegungen im Rathaus. Schnitzler lacht: „Wir wollen keine Sternegastronomie. Aber sonst sind wir offen. Ob nun bayerische, italienische oder asiatische Küche, das wäre uns ziemlich egal.“ Eines müsse aber klar sein: Wer auch immer die Gaststätte im Haus der Bürger pachte, der „muss den Sportlern nach dem Training auch eine gescheite Brotzeit anbieten können.“

Wirt soll auch als Caterer für den Saal auftreten

Der Wirt solle auch als Caterer für den Saal auftreten. Wer ihn also für eine Hochzeit oder Veranstaltung bucht, der kann höchstwahrscheinlich keinen eigenen Caterer mitbringen, sondern spricht mit dem Bürgerhaus-Betreiber das gewünschte Menü ab, so Schnitzler. Der Wirt könne und solle natürlich auch eigene Veranstaltungen im Saal, der sich auch bei Bedarf um die Hälfte verkleinern lassen wird, anbieten. Dessen ungeachtet sollen auch genügend Termine für Pöckinger Vereine und Privatleute frei bleiben.

Schnitzler betonte, dass die Verhandlungen mit dem SC Pöcking noch ganz am Anfang stehen – aber bis zur Fertigstellung des Hauses der Bürger und Vereine dauert es ja auch noch eine Weile.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Roseninsel bleibt vorsorglich gesperrt
Schwere Unwetter haben am Freitagabend im Landkreis Starnberg mehrere Verletzte gefordert. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz.
Roseninsel bleibt vorsorglich gesperrt
Wie die Helfer und Retter ihre Basis sichern
Die Wachstation der Starnberger Wasserwacht in Kempfenhausen ist unter der Woche meistens verwaist. Das lockt zunehmend mehr ungebetene Gäste an, die sich nicht selten …
Wie die Helfer und Retter ihre Basis sichern
Eine Glatze wie ein Pulverfass
Die Nähe zum Flughafen Oberpfaffenhofen bringt nicht nur Lärm, sie birgt auch Gefahren - möglicherweise explosiv. Darum werden neue Baugebiete gut untersucht.
Eine Glatze wie ein Pulverfass
Leidenschaft wird zum Beruf
Die Liebe zum Garten ist im Laufe der Jahre bei Jana Schmaderer gewachsen, jetzt ist sie eine von zwei Gartenbäuerinnen im Landkreis Starnberg.
Leidenschaft wird zum Beruf

Kommentare