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Ein Entwurf des neuen Saals im Bürgerhaus in Pöcking.

Haus der Bürger und Vereine

So schön wird Pöckings neuer Saal

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Pöcking - Langsam wird es ernst mit dem Bau des Bürgerhauses in Pöcking. Im Bauausschuss wurde am Montagabend die Entwurfsplanung für die beiden Gebäude am Sportpark aufgestellt.

Die Kostenfrage wurde in den vergangenen Wochen und Monaten wirklich allumfassend und kontrovers disktutiert – nun geht es beim Bau des Hauses der Bürger und Vereine in Pöcking ans Eingemachte.

Architekt Tom Frank stellte am Montagabend die Entwurfsplanung vor. Nun bekommt auch der Laie einen Eindruck davon, wie die beiden Gebäude aussehen sollen, mit derem Bau noch im kommenden Jahr begonnen werden soll.

Immer wieder wurde an den Entwürfen gefeilt, immer wieder wurden ursprünglich gestrichene Vorhaben hinzugefügt. Immer wieder stieg dadurch auch die Bausumme. Hatte man sich im Gemeinderat fraktionsübergreifend darauf verständigt, nicht mehr als acht Millionen Euro auszugeben, so liegt der Preis für das Bürgerhaus nun bei (ungeprüften) 9,7 Millionen Euro. Was gibt es für fast zehn Millionen? Grundsätzlich erst einmal zwei komplette Gebäude. Das Haus der Bürger mit einem Biergarten, einem großzügigen Foyer, einer Gaststätte, verschiedenen Lagern und Büros und natürlich einen großen, lichtdurchfluteten Saal. Wobei letzteren ein hohes Spitzdach ziert.

Dicke Stahlbetondecke als Lärmschutz

Gebäude 2 ist das „Haus der Vereine“. Und hier wurde in den vergangenen Monaten immer wieder nachgebessert. Ursprünglich als schlichter, zweigeteilter Flachbau geplant, in dessen einer Hälfte die Schießbahn des Schützenvereins und auf der anderen Seite der Übungsraum der Blaskapelle Pöcking eingerichtet werden sollte, kam noch so einiges dazu. So eine vollständige, 320 Quadratmeter große Unterkellerung und ein Spitzdach. Der Probenraum der Blasmusik reicht bis hoch zum Dachfirst, über der Schießbahn entstehen allerdings zwei Maisonettewohnungen. Auf jeweils 90 Quadratmetern bieten sie – wahrscheinlich dem künftigen Wirt und seinen Angestellten – im Erdgeschoss Küche, Dusche und Arbeitsraum sowie einen Balkon, der neudeutsch Loggia heißt. Unterm Dach gibt es dann noch das Schlafzimmer und ein Familienbad, so Architekt Tom Frank bei der Vorstellung des Projekts.

Die Wohnungen werden vom Freistaat gefördert und sollen weit günstiger als zum marktüblichen Preis von 15 Euro pro Quadratmeter abgegeben werden – die Rede ist von rund 10 Euro.

Scheunencharakter mit modernem Metalldach

Um über der Schießbahn und neben dem Proberaum der Blasmusik wohnen zu können, waren umfangreiche Änderungen am Baukörper nötig: „Wir mussten lernen, dass Wohnungen über einer Schießbahn ein akustisches Problem sind“, sagte Architekt Frank. Deswegen musste umgeplant und eine 40 Zentimeter dicke Stahlbetondecke über der Schießbahn eingefügt werden.

Auf der anderen Seite habe man in Absprache mit dem Statiker aber auch Lösungen gefunden, die nicht mehr kosten, aber deutlich schicker aussehen. Wie die Holzrippendecke im Haus der Bürger, anstatt einer schnöden und schweren Sperrholzdecke. Frank schwärmt für seinen Entwurf: „Wir wollten trotz aller Bezüge zum ländlichen Bauen – die Gebäudeform erinnert an eine Scheune – doch zeitgemäß und modern bauen.“

Deswegen würden die Spitzdächer auch nicht mit schnöden Ziegel eingedeckt, sondern bekämen ein Metalldach. Welches Material dabei verwendet wird, ist noch unklar. Demnächst soll der Gemeinderat über die Planung befinden.

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