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In der Einfahrt zum Sternweg wird eine so genannte Sinusschwelle installiert.

Schulwegsicherheit

Hindenburgstraße bleibt breiter als geplant

In einigen Monaten rollen die Bagger an und bauen die Hindenburgstraße und den Sternweg in Pöcking um, um die Schulwegsicherheit zu verbessern. Allerdings wird anders gebaut als ursprünglich geplant.

Pöcking – In der Gemeinderatssitzung wurde am Donnerstagabend nach kontroverser Debatte beschlossen, dass die Hindenburgstraße nun doch baulich nicht so stark verschmälert wird, wie es vom Bauausschuss empfohlen wurde. Die ursprüngliche Variante, die vorgesehen hatte, die Straße auf 4,75 Meter Breite zu verschmälern, fand keine Mehrheit. Nun soll lediglich der Gehweg an der Hindenburgstraße auf 2,10 Meter verbreitert werden. Um die rasenden Elterntaxis einzubremsen, wird zudem eine so genannte Sinusschwelle an der Einfahrt zum Sternweg installiert. Diese ist so lang wie ein Auto und knapp acht Zentimeter hoch (wir berichteten). Der Abstimmung voraus ging eine hitzige Debatte. „Ich finde die Baumaßnahme übertrieben“, sagte Ludwig Erhard (PWG). Er hält einen fest installierten Blitzer für weitaus sinnvoller. Der von der Gemeinde beauftragte Verkehrsplaner, Christian Fahnberg von Ingevost Planegg, sah diesen Vorschlag jedoch kritisch: „30 Meter vorher bremst man ab und danach gibt man wieder Gas.“ Ameli Erhard (SPD) machte sich auch Gedanken über eine Alternative: „Kann man nicht einen ruppigeren Fahrbelag in der Hindenburgstraße machen?“ Dies sei jedoch eine zu große Lärmbelästigung für die umliegenden Anwohner, antwortete Verkehrsplaner Fahnberg.

Simone Greve (Grüne) sprach sich dagegen klar für die Verschmälerung der Hindenburgstraße aus. „Ich kann mir die Verengung gut vorstellen, weil sie nur einen Bereich betrifft, der sehr überschaubar ist“, erklärte Greve. Ute Nicolaisen-März (CSU) sah eine Gefahr dadurch, dass Busse und LKW nicht so einfach auf der eingeengten Straße an eineinander vorbei kommen würden. „Dann müssten sie auf den Gehweg ausweichen und damit die Schulkinder gefährden.“ Planer Fahnberg entgegnete, Messungen hätten ergeben, dass dieser Fall nur acht Mal pro Tag stattfindet.

Besonders der Verkehr von Lieferfahrzeugen sorgte für Diskussionsbedarf. „Der Gewerbeverkehr ist für mich zweitrangig“, betonte Anke Klostermeier (PWG), die sich besonders Sorgen um die Schulkinder macht. Karin Wanja-Michels (CSU) sah dies anders und verwies darauf, dass dadurch auch der Anlieferverkehr im Ort – beispielsweise beim Autohaus – beeinträchtigt würde.

Welche Auswirkungen der neue Beschluss auf die ursprünglich kalkulierte Bausumme von 137 000 Euro haben wird, konnte Bürgermeister Schnitzler am Freitag noch nicht sagen.  lef

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