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Top bei der Kinderbetreuung: Ein Gutachten lobt die Arbeit in Pöcking.

Kinderbetreuung

Ein Paradies für Familien

Pöcking – Gutachter stellen Vollversorgung und vergleichsweise günstige Gebühren fest – Besonderes Lob für den Hort. 

Die Kinderbetreuung in der Gemeinde Pöcking ist vorbildlich. Die Verwaltung hat ihre Hausaufgaben gemacht und die aktuellen Betreuungszahlen genügen allen gesetzlichen Anforderungen. Die Spezialisten Robert Hobelsberger und Stephan Mahlert von der Beratungsfirma MUC-Consulting bestätigten dies in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Sie waren damit beauftragt, die Kinderbetreuungsstudie von 2008 für die Gemeinde fortzuschreiben. Die erarbeiteten Zahlen sind zwar kompliziert, aber erfreulich. Wer heute langfristige Zahlen aus demografischen Daten erheben möchte, der könnte eigentlich auch aus dem Kaffeesatz lesen, so ließ es Stephan Mahlert anklingen. 

Gutachter: "Sie sind sehr freundlich zu ihren Familien"

Die Wellen der Migration mache es schwierig, in die Zukunft zu planen. Dennoch klingt das Fazit aus der aktuellen Kinderbetreuungsstudie sehr zuversichtlich: Aktuell teilen sich 298 Kinder insgesamt 348 bedarfsanerkannte Betreuungsplätze. Die in der vorigen Studie attestierte Lücke von Krippenplätzen konnte mit der Montessori-Kinderkrippe geschlossen werden. Jetzt stehen 48 genehmigte Krippenplätze für die rund 90 in der Gemeinde lebenden Kinder unter drei Jahren zur Verfügung. Damit ist der gesetzliche Anspruch übererfüllt. Für die Kindergarten-Kinder ist Vollversorgung garantiert: 2009 teilten sich 149 Kinder die 175 Betreuungsplätze – im vergangenen Jahr waren es noch 144 Kinder, davon fünf Kinder unter drei Jahren. 

Bis 2018, so die Hochrechnung, werden keine weiteren Plätze benötigt. Der Hort mit seinen sei eine wahre „Ausnahme-Einrichtung“, lobte Robert Hobelsberger. Das Ange•bot sei vorbildlich, die Belegung sensationell, denn 48 Prozent aller Schulkinder gingen nach der Schule in den Hort. In vergleichbaren Gemeinden sind es 20 bis 30 Prozent. Auch die Betreuungszeiten liegen sehr hoch: Im Durchschnitt verbringen die Kinder täglich 6,3 Stunden im Hort. Die Anzahl der Hortplätze sollte also in Zukunft gleich bleiben, mit einem Blick auf die Entwicklung des Ganztagsschulkonzepts. Auch die Gebühren waren den Gutachtern ein Lob wert: „Sie sind sehr freundlich zu ihren Familien“, so Hobelsberger. Theoretisch werden nämlich die Betreuungskosten für jedes Kind zwischen Eltern, Freistaat Bayern und Gemeinde gedrittelt. 

Gutachter raten zu flexibleren Öffnungszeiten

Nicht so in Pöcking, da tragen die Eltern den weitaus geringsten Teil der Kosten (rund 780 Euro jährlich im Kindergarten, rund 1080 Euro im Hort). Die verbleibenden Kosten übernehmen Freistaat und Gemeinde. Auch dabei bleibt der Löwenanteil bei der Kommune hängen – zum gesetzlichen Anteil an den Gesamtkosten übernimmt die Gemeinde den zusätzlichen Betrag aus Defizit, Mietkosten und Bauhofleistungen von durchschnittlich 885 Euro pro Jahr. Für die Zukunft gaben die Berater den Rat, die Öffnungszeiten flexibler zu gestalten: „Die Notwendigkeit, Beruf und Familie zu vereinbaren, wächst zusehends."

Von Susanne Bayer

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