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Zwei, die sich handelseinig geworden sind: Vizebürgermeister und Kulturreferent Albert Luppart (l.) und der neue Wirt im Beccult, Dominic Bernhard, stehen in der Küche, die noch umgebaut wird.
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Zwei, die sich handelseinig geworden sind: Vizebürgermeister und Kulturreferent Albert Luppart (l.) und der neue Wirt im Beccult, Dominic Bernhard, stehen in der Küche, die noch umgebaut wird.

Eröffnung 1. Dezember

„Kommod“ im Beccult legt los: Neuer Wirt plant Küche bairisch-gutbürgerlich mit österreichischem Einschlag

  • vonSandra Sedlmaier
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Jetzt kann es richtig losgehen im Pöckinger Beccult. Der neue Wirt Dominic Bernhard öffnet am 1. Dezember das Restaurant, zum 1. November nimmt ein Hausmeister die Arbeit im Beccult auf. Ende November schließt das benachbarte Sportstüberl.

Pöcking – Corona ist eine Bremse, aber auch ein Motor für das Pöckinger Bürgerhaus Beccult. Die Gastronomie, die mehr als ein Jahr nach der offiziellen Eröffnung im November 2019 nun zum 1. Dezember eröffnen soll, wird angesichts der Pandemie keinen leichten Start haben. Auch der Posten des Hausmeisters wird jetzt erst, zum 1. November, besetzt – auch wegen Corona, wie Gemeindegeschäftsführer Sven Neumann sagt. Doch Corona führt auch dazu, dass das Beccult bestens gebucht wird – wegen seiner Größe, die die nötigen Abstände möglich macht. Und die Voraussetzungen für das Lokal im Beccult sind schon deshalb gut, weil die Besucher der Kulturveranstaltungen gerne etwas essen und die benachbarten Vereine einen neuen Treffpunkt brauchen. Denn das Sportstüberl am Sportpark schließt Ende November.

Umso glücklicher waren Neumann und Pöckings Vizebürgermeister Albert Luppart, dass sie am Freitagmittag den neuen Wirt im Beccult, Dominic Bernhard, der Öffentlichkeit präsentieren konnten. „Wir wollten gezielt jemanden, der passt“, sagte Luppart. Neumann rechnet mit „kulinarischen Gaumenfreuden und freundlicher Bewirtung“ der Gäste im Beccult.

Bernhards neues Lokal hat 60 Plätze innen, 70 auf der Terrasse und 250 im Biergarten. Heißen wird es „Kommod“, „wie das bairische bequem“, sagte der 34-jährige Wirt. „Darauf läuft es hinaus: Es soll bequem sein.“ Das „Kommod“ ist täglich außer dienstags geöffnet, auf der Speisekarte soll Einfaches wie Leberkäs mit Kartoffelsalat und Fleischpflanzerl stehen, aber auch Vegetarisches und Veganes. „Die Küche wird bairisch-gutbürgerlich mit österreichischem Einschlag“, versprach er. Das bedeutet Kaiserschmarrn und Wiener Schnitzel, Steaks, Leber, Fisch, Wild und „natürlich Burger, die sind von der Karte nicht mehr wegzudenken“. Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen, der sicher gut sein wird. Einer der vier Köche ist auch Patisseur. Zusätzlich will Bernhard eine Restaurantleiterin einstellen. Er will seinen Gästen das bieten, „was man sich zuhause nicht macht“. Mit vielen Vereinsvorständen habe er bereits geredet. „Hier ist jeder willkommen.“

Damit es tatsächlich kommod wird, auch optisch, hat Bernhard eine Innenarchitektin beauftragt. Das Mobiliar ist größtenteils mobil, denn das Restaurant auf der Südseite ist auch die Erweiterungsfläche für den Saal. Und es wird auch umgekehrt sein. Gerade in Corona-Zeiten brauchen Wirte Platz, um Abstände zwischen den Gästen garantieren zu können. „Kommod“-Wirt Bernhard könne jederzeit auf den Saal des Beccult zurückgreifen, betonte Luppart. „Wir starten in einer ungünstigen Zeit“, sagte der Vizebürgermeister. Doch mit der Gemeinde Pöcking habe Bernhard einen zuverlässigen und guten Partner.

Aktuell wird die Küche nach Bernhards Bedürfnissen gestaltet. Die Gemeinde nimmt das restliche Geld aus dem Budget von insgesamt 180 000 Euro, das für die Küche des Beccult vorgesehen war. Falls Bernhard weitere Geräte wünsche, müsse er das selbst bezahlen, sagte Neumann.

Zwei Stunden vor dem Pressegespräch machte Neumann den Vertrag mit einem weiteren wichtigen Akteur für das Beccult fix, der allerdings im Hintergrund wirken wird: mit dem Hausmeister. Mit beiden Männern sei die Gemeinde äußerst zufrieden. „Jemand muss qualitativ gut sein, aber er muss auch Seele haben und das Haus schätzen“, sagte Neumann. Sowohl Bernhard als auch der neue Hausmeister spiegelten dies wider. Die Mitarbeiter-Wohnungen im Haus der Vereine nebenan sind damit auch belegt. In eine der 90-Quadratmeter-Wohnungen ziehen zwei Köche ein, in die andere der Hausmeister.

Apropos Wohnungen: Die beiden im benachbarten Sportlerstüberl seien noch bewohnt, weshalb das Gebäude erst mal stehen bleibt, auch wenn die Gastronomie Ende November schließt und die Gemeinde das Haus übernimmt. Es ist laut Luppart in schlechtem Zustand. „Der Keller ist nicht nutzbar, die Kegelbahn feucht“, sagt er. „Ob es abgerissen wird und dort bezahlbarer Wohnraum entsteht, entscheidet der Gemeinderat.“

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