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Das strahlende "Lichtergesindel"-Haus in Pöcking.

Lichtergesindel-Haus

"Lichtkünstler nehmen die Stromrechnung in Kauf"

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Pöcking – Jahr für Jahr verwandelt sich das Haus von Nikolas Heinecke in Pöcking in ein vorweihnachtliches Lichtermeer. Das „Lichtergesindel“, wie sich die Bewohner selbst nennen, betreibt sogar eine eigene Homepage. Nun geht die Vorweihnachtszeit zu Ende – Zeit für eine Bilanz der Lichter-Saison:

Wieviele Lampen leuchten dieses Mal an Ihrem Haus? Wieviele waren es im vergangenen Jahr?

Das Lichtergesindel hat dieses Jahr „nur“ 2400 Lampen mehr, so dass wir nun auf rund 58 000 kommen. Diese sind in dem technisch sehr aufwändigen Lichtkunstprojekt „Das ist das Haus vom Nikolaus“ verbaut. Es handelt sich hierbei um dreifarbige LED´s, die jeweils einzeln per Computer angesteuert werden können. So ist es möglich alle 44 Variationen des beliebten Zeichenspiels darzustellen. 

Wie viele Birnen gehen eigentlich in einer durchschnittlichen Adventssaison kaputt und müssen ausgetauscht werden?

Im Durchschnitt tauschen wir pro Jahr rund zehn Meter Lichtschlauch oder 150 Lämpchen. Während der Renovierung eines Lichtkunstprojektes wird dieses dann auch auf LED-Technik umgerüstet, um den Stromverbrauch weiter zu senken. Die Haltbarkeit und Qualität von LED-Lichterketten ist gegenüber den Vorjahren auch enorm gestiegen. Wir haben deutlich weniger Ausfälle als mit den klassischen Birnchenlichterketten. Aber nicht nur Lichterketten müssen renoviert werden. Auch die Seilbahn, an der unser Trompetenengel quer durch den Garten auf 15 Meter Höhe gezohen wird, muss regelmäßig überprüft und Verschleißteile ausgetauscht werden. Sicherheit wird bei uns eben auch groß geschrieben.

Was natürlich alle interessiert: Wie viel Strom verbraucht so eine Beleuchtung während der Adventstage?

Das hängt davon ab, wie hell wir unsere Weihnachtsbeleuchtung machen. Alle Projekte können dank unsere Computersteuerung einzeln in der Helligkeit reguliert werden. Im normalen Betrieb unter der Woche verwenden wir nur die halbe Lichtleistung. Nur zur Eröffnung und zu den Musikshows an den Sonntagen um jeweils 18 Uhr setzen wir die volle Leistung ein. Dank der LED-Technik verbrauchen wir sogar weniger Energie als in den Vorjahren. Als Lichtkünstler muss man allerdings eine etwas größere Stromrechnung in Kauf nehmen – das lässt sich eben nicht vermeiden.

Brennen die Lampen die ganze Nacht durch oder schalten Sie irgendwann ab?

Unsere Weihnachtsbeleuchtung ist jeden Tag von 16.30 bis 22 Uhr angeschaltet. An den Feiertagen geht das Licht erst um Mitternacht aus. Durch die ganzheitliche Steuerung der Weihnachtsbeleuchtung per Computer erledigt dieser auch das automatische Ein- und Ausschalten.

Wo lassen Sie sich inspirieren? Und wann kaufen Sie die neuen Lichterketten?

Die Inspiration kommt meistens unter dem Jahr. Wenn andere am See in der Sonne liegen, denke ich das eine oder andere mal schon mal an Weihnachtsbeleuchtung und überlege welches Projekt in unser Gesamtbild reinpassen könnte. Dann entstehen auch schon mal die ersten Entwürfe um zu sehen, ob das neue Projekt realisierbar ist. Wenn wir sechs Wochen vor dem ersten Advent beginnen, uns aktiv an die Überprüfung der Weihnachtsbeleuchtung heranzumachen werden nach Bedarf auch schon die ersten Lichterketten gekauft. Allerdings planen wir schon beim Bau der Lichtkunstprojekte ausreichend Reserve ein, so dass wir in der Regel auf unseren Vorrat zurückgreifen.

Zuletzt die entscheidende Frage: Haben Sie Kerzen oder eine Lichterkette am Christbaum?

Aus Sicherheitsgründen haben wir am Christbaum eine Lichterkette, allerdings mit klassischen Glühbirnchen in Kerzenform.Trotzdem haben wir auch normale Kerzen im Wohnzimmer an.

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