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Sonne, Ruhe und ein guter Kaffee: Das Literaturcafé Waschhäusl gibt es bald seit fünf Jahren. Es ist zum beliebten Treffpunkt geworden, wie dieses Foto aus dem Frühjahr 2017 beweist. 

Verein mit positiver Entwicklung

Literaturcafé Waschhäusl in Pöcking feiert fünften Geburtstag - und beschenkt sich selbst

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Das Literaturcafé Waschhäusl schreibt weiter an seiner Erfolgsgeschichte. Sowohl im Kaffeehaus als auch bei den kulturellen Veranstaltungen ist die Bilanz fünf Jahre nach der Eröffnung sehr positiv.

Pöcking – Wo soll man beim Verein Literaturcafé Waschhäusl anfangen, um die positive Entwicklung aufzuzeigen? Bei den steigenden Mitgliederzahlen? Bei den vielen Ehrenamtlichen, die den immer beliebteren Kaffeehausbetrieb ermöglichen? Bei den kulturellen Veranstaltungen, die im Großen – für 200 Besucher – und im Kleinen – für drei Besucher – funktionieren? Vor fünf Jahren eröffnete das Literaturcafé Waschhäusl an der Hauptstraße in Pöcking. Das will der Verein am Sonntag, 26. April, ab 13 Uhr feiern – mit Kuchen, Kaffee und Kultur.

Vorsitzende Angela Stimmer berichtet nicht ohne Stolz von dem bevorstehenden Fest. Geplant ist, einen öffentlichen Bücherschrank im Garten des Cafés aufzustellen. Die offizielle Inbetriebnahme soll im Rahmen einer Lesung erfolgen. „Die Schauspielerin Ruth Geiersberger wird einen Text lesen, der aus Aphorismen oder auch nur einzelnen Wörtern gestaltet ist, zu dem alle Mitglieder etwas beitragen können“, berichtet Stimmer. Demnächst gehe ein Brief an die 166 Mitglieder mit der Bitte um Beteiligung an dieser besonderen Lesung.

Waschhäusler wagten sich an ihre erste Großveranstaltung

Ebenso außergewöhnlich wie die geplante Lesung ist das kulturelle Angebot des Vereins, das Sandra Müller federführend verantwortet. Vergangenes Jahr haben sich die Waschhäusler erstmals an eine Großveranstaltung gewagt: Der Auftritt von Stefan Zinner in einem Zelt an der Hauptstraße war ein großer Erfolg. Unvergessen, wie die Blaskapelle Pöcking den Kabarettisten auf die Bühne gespielt hat. Und es war ein großer Aufwand, wie Stimmer sagt. „Das kann man nicht jedes Jahr machen. Aber im Nachhinein ist es toll zu sehen, was möglich ist.“ Darüber verliert der Verein aber nicht die kleinen Sachen aus den Augen. Die musikalischen Abende im Waschhäusl zum Beispiel, oder die regelmäßig stattfindende Schreibwerkstatt.

Auch erhält das Literaturcafé immer wieder Anfragen für die Nutzung der Räume. Dass es jetzt auch noch das „Beccult“ als Ort für Kultur gibt, stört den Verein nicht. „Das ist ein ganz anderer Rahmen. Wir müssen nicht den Großen nacheifern.“ Die Künstler, auch Zinner, schätzten den persönlichen Umgang. „Bei uns gibt es nach dem Auftritt ein Stück Kuchen“, nennt die Vorsitzende ein Beispiel.

Wegen des Cafés kommen Menschen aus München und Umgebung

Für die Feier zum fünfjährigen Bestehen wird mit Sicherheit auch viel Kuchen gegessen. Überhaupt das Café: Es erfreue sich immer größerer Beliebtheit, berichtet Stimmer. „Wir mussten sogar Gäste sonntags nach Hause schicken. Da das Café Waschhäusl inzwischen in mehreren Café-Büchern als besonderer Tipp erwähnt wird, kommen die Gäste seit einiger Zeit auch aus München und Umgebung nach Pöcking, um hier eine gute Tasse Kaffee zu trinken.“ Der gute Ruf des Cafés ist Carola Krone und ihrem mehr als 50-köpfigen Team von Ehrenamtlichen zu verdanken, die den Betrieb stemmen: mittwochs bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie sonntags von 13 bis 17 Uhr.

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Das Motto „Pöcking sucht den Superstar“ trifft nicht ganz zu. Aber es geht in die Richtung: Musikalische und andere kulturelle Talente sollen sich künftig regelmäßig auf der Beccult-Bühne präsentieren können.

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