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Kicker-Küsschen: Torwart Alexander Kirst kümmert sich um seine Mitspielerin Babette Ley.

Dorfmeisterschaft

Wichtig ist die dritte Halbzeit

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Pöcking - Seit 23 Jahren gibt es in Pöcking das so genannte Vereins-Fußballturnier. Eine Riesengaudi - vor allem nach dem Turnier.

Es lohnt sich immer, im Urlaub die Augen offen zu halten. Vor 23 Jahren war es, da fiel dem Pöckinger Fußball-Urgestein Georg Engesser in den Pfingstferien im Südtirol ein Fußballturnier der Dorfmannschaften auf. „Da war mir klar: Sowas brauchen wir auch in Pöcking“, erinnert er sich.

Das damit eine extrem langlebige Tradition entstehen würde, ahnte damals freilich noch niemand. Und doch: Gestern war es wieder soweit. Sage und schreibe 15 Mannschaften aus Pöcking gingen beim Turnier an den Start. Dabei stand – traditionsgemäß – die Gaudi im Mittelpunkt.

Da blödelten die Pöckinger Burschen mit Verweis auf das Gründungsjahr 1653, dass sie die wohl älteste Mannschaft an den Start schicken würden, „obwohl sich die Gründungsmitglieder entschuldigen lassen“. Doch auf die leichte Schulter nahmen die Burschen das Turnier dennoch nicht. Als Seriensieger der vergangenen Jahre wollen sie 2016 den Hattrick komplett machen. Und gehen wieder als Favoriten an den Start, hatten sie doch viele aktive Pöckinger Kicker in ihren Reihen. Damit alles aber nicht zu einseitig wird, achten Engesser und seine Helfer genau darauf, dass maximal drei aktive Fußballer gleichzeitig pro Mannschaft auf dem Platz stehen. Die meisten sind ohnehin nicht auf der Jagd nach einem der Pokale, sondern des Spaßes und der anschließenden Feier wegen an den Start gegangen. Lediglich beim Spiel der Löwen-Fans gegen die Bayern-Fans musste der Schiedsrichter schon genau hinschauen. Denn sowohl Stollenschuhe als auch Grätschen sind verboten.

„Das Schöne ist, dass im Anschluss an die Spiele keiner nach Hause geht, sondern hier alle zusammen feiern“, meint Georg Engesser. Bis nachts um zwei läuft die Genehmigung – und die wird auch ausgenutzt. „Da stehen am nächsten Morgen jede Menge Autos hier auf dem Parkplatz“, prognostiziert er. Eigentlich könnten sie dann auch gleich stehen bleiben, denn am morgigen Samstag geht das Turnier in die nächste Runde. Dann werden die acht besten Mannschaften um den Sieg und die anderen sieben Mannschaften „um die goldene Ananas“ spielen.

Und auch am Samstag geht es anschließend in die Verlängerung. Wenn das Wetter mitspielt, startet direkt im Anschluss an die Siegerehrung die „Partypower“. Damit niemand etwas verpasst, soll auch das Championsleague-Finale übertragen werden. Es ist also Ausdauer gefragt – und das nicht nur auf dem Platz. „Aber selbst die zweimal zehn Minuten, die gespielt werden, können lang werden“, so Engesser.

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