Das La Villa war elf Wochen lang geschlossen.
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Das La Villa war elf Wochen lang geschlossen.

Mehr Nachhaltigkeit gewagt

Tagungshotel La Villa im Finale des Wirtschaftspreises

  • Katja Brenner
    vonKatja Brenner
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Mit ihrer Strategie haben sie es ins Finale des Wirtschaftspreises geschafft: Das Hotel La Villa ist unter den letzten Elf, die um die Auszeichnung konkurrieren.

Pöcking – Vom Lockdown ins Finale des Wirtschaftspreises: Das Hotel La Villa ist unter den elf Finalisten des Wirtschaftspreises des Landkreises. Denn statt angesichts der Krise die Hände in den Schoß zu legen und auf bessere Zeiten zu hoffen, suchte das Tagungshotel nach Mitteln und Wegen, um nachhaltiger zu werden und gestärkt aus der Krise herauszukommen. Schließlich war das das Motto des diesjährigen Preises: Die Corona-Krise als Chance.

Um die Umsatzeinbußen von rund 50 Prozent zu kompensieren, öffnete das La Villa seine Küche und das Hotel nach den elf Wochen der Schließung für Individualgäste. In Sachen vegetarische und vegane Küche machte das Küchen-Team seine Hausaufgaben. Und bei der Zimmerkosmetik wechselte man zu einem Anbieter aus der Region, der unter anderem auf nachhaltige Verpackungen setzt.

Damit sollte es aber nicht getan sein. Keiner der Mitarbeiter wurde trotz zwischenzeitlicher Kurzarbeit null entlassen, bei zugesagten Schulungen oder Lohnerhöhungen galt das Wort weiter. „Wir haben in der Zeit auch zwei E-Autos bestellt“, erklärt Katja Lindo, Geschäftsführerin des La Villa. Sie sind für Fahrten der Mitarbeiter. Damit die Gäste nicht mit dem Auto durch den Landkreis fahren, können sie sich künftig E-Roller im Hotel leihen.

Da die Verantwortlichen im La Villa davon ausgehen, dass das internationale Tagungsgeschäft noch länger im Krisenmodus verbleiben wird, haben sie technisch aufgerüstet. Damit man künftig „hybrid Tagen“ kann, haben sie sich ein Konferenz-Tool zugelegt, dass über die Möglichkeiten der Videokonferenz hinaus unter anderem sogar den Austausch von Notizen in Echtzeit anbietet. Das habe Zukunftspotenzial, meint Lindo. Denn durch die Krise sei es wahrscheinlich, dass viele auf das Tagungsgeschäft spezialisierte Häuser unter die Räder kämen. Daher gelte es, alles nötige, natürlich „im Rahmen des Verantwortbaren“, zu unternehmen, damit das eigene Haus am Ende „ganz vorne rauskommt“.

Genau das habe man in den Wochen der Unsicherheit getan und sich damit für den Wirtschaftspreis beworben. Nun ist Lindo „gespannt auf den Besuch des Gremiums. Und natürlich auf das Ergebnis.“  

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