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Der neue Pfarrer für Pöcking: Leander Mikschl aus der Pfarrei Lindenberg (Allgäu).

Pöckinger Pfarreiengemeinschaft

Nachfolge geklärt: Pfarrer Mikschl folgt auf Friedl

Pöcking – Leander Mikschl wird auf den in Pöcking scheidenden Pfarrer Helmut Friedl folgen. Der Geistliche aus dem Allgäu erhofft sich mehr Offenheit an seinem neuen Standort.

„Es wird eine Umstellung“, glaubt Leander Mikschl. Der 50-Jährige wird Mitte September die Nachfolge von Helmut Friedl antreten. Dieser verlässt die Pfarreiengemeinschaft Pöcking im September nach 25 Jahren. Es folgt mit Mikschl ein Geistlicher, der in der Pfarrei Lindenberg (Allgäu) nach 14 Jahren ebenfalls eine neue Herausforderung sucht. Warum er diese in Pöcking sieht? „Die Gemeinschaft besteht aus drei Pfarreien und nicht aus sieben oder zehn.“ Bei zu vielen Pfarreien und nur einem Pfarrer drohe nämlich Überforderung: „Dann will jeder einen Gottesdienst. Und ich bin der Typ, der da nicht nein sagen kann.“ 

Vor Bewerbung: Pfarrer Mikschl traf sich mit Friedl

Außerdem spreche für den neuen Standort, dass „die Pfarrei einen Haushalt hat, in den man einziehen kann“. Bis Anfang August predigt Mikschl in Lindenberg, Mitte September möchte er ins Pfarrhaus in Feldafing einziehen. Friedl gab seinen Abschied aus Pöcking Mitte Februar bekannt. Mikschl hatte Interesse an der Stelle und traf sich mit ihm. „Ich kenne ihn noch vom Priesterseminar vor 30 Jahren und habe mich richtig gefreut“, so Friedl, der „ein gutes Gefühl hat“. 

Sein eigener Abschied sei ihm aber nicht leicht gefallen. "Ich habe auch schon mehrere Jahre mit dem Gedanken gespielt, aber nie den Absprung geschafft." Mit 57 Jahren sei es nun an der Zeit gewesen: "Sonst ist es zu spät." Bis 31. Juli wird Friedl in Pöcking Gottesdienste abhalten.

Sein Nachfolger Mikschl kündigt bereits weitere Besuche an: „Ich werde bis September noch öfter vorbeischauen.“ Er wolle den Diakon, die Gemeindereferentin und Pfarrgemeinderäte kennenlernen, dabei bereits über die Gottesdienst-Leitung sprechen. Denn erstmals betreut er statt einer drei Pfarreien. „Man muss den Spagat schaffen, das wird sicher eine Herausforderung.“ Doch Mikschl ist sich sicher: „Gemeinsam werden wir Kompromisslösungen finden.“ 

"Menschen am Starnberger See haben ein anderes Gemüt"

Die Anzahl der Katholiken aus den drei Pfarreien Pöcking, Feldafing und Traubing sei vergleichbar mit der in Lindenberg. Einen Unterschied gibt es aber doch: „Die Menschen am Starnberger See haben ein anderes Gemüt als West-Allgäuer“, sagt der gebürtige Oberbayer. Er habe sich in Lindenberg erst einmal beweisen müssen: „Typisch Allgäu. Zwei, drei Jahre braucht man, bis man akzeptiert wird. Einheimisch wird man nie.“ Das erhofft sich Mikschl schon eher von seinem neuen Standort am Starnberger See. 

Rente ab September: Pater Varghese verlässt Pöcking ebenfalls

1993 wurde der Geistliche geweiht und war ab 1995 für sieben Jahre als Regionaljugendseelsorger in Ulm tätig. Neben seinen Tätigkeiten in der Pfarrei ist Mikschl im Dekanat Lindau für die Notfall- sowie Feuerwehrseelsorge zuständig. Sicher ist mittlerweile auch, dass Pater Varghese aus Pöcking am 1. Oktober seine Rente antritt. Bis Mikschl Mitte September einsteigt, wird Varghese noch Gottesdienste halten.

Von Sebastian Raviol

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