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Unterwegs als rasende Reporter: Die neunjährige Lisa durfte mit Hilfe der Journalistin Kristina Dumas den Vorsitzenden des Vereins zum Erhalt der Fischerkapelle, Alexander Wehnelt, über Kaiserin Elisabeth interviewen. 

Neue Aktion des Kaiserin-Elisabeth-Museums

Was Kinderreporter über Sisi wissen

Der Kaiserin-Elisabeth-Museums-Verein in Possenhofen hat eine neue Aktion für Kinder gestartet. Der Medien-Workshop wurde zu einer spannenden Angelegenheit.

Pöcking – Kaiserin Elisabeth, von ihrer Familie Sisi genannt (mit einem s), hätte sich über die Arbeit der jungen Nachwuchsreporter sicherlich gefreut. Zehn Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren nahmen an einem viertägigen Medienworkshop des Kaiserin-Elisabeth-Museumsvereins Possenhofen in Kooperation mit dem Hort an der Grundschule Pöcking teil. Gemeinsam erstellten die Kinder ein Hörspiel über Sisi, deren Geburtstag sich am 24. Dezember zum 180. Mal jährt.

„Die meisten Kinder wussten schon viel über die Kaiserin, da das Thema auch schon im Heimat- und Sachunterricht besprochen wurde“, erzählt Kristina Dumas, Autorin und Journalistin beim Bayerischen Rundfunk, die den Workshop leitete. So wusste Lisa (9), dass Sisi sich mit ihrer Familie in den Sommermonaten gerne in Possenhofen aufhielt. „Ich finde es schön, in einem so berühmten Ort zu leben“, sagt die Viertklässlerin.

Am zweiten Tag hatten Lisa und die anderen Reporter die Möglichkeit, ihre Fragen zum Leben der Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn bei ihrem Besuch im Kaiserin-Elisabeth-Museum loszuwerden. Besonders interessierte sie, wie Sisi damals gereist ist. „Da habe ich erwähnt, dass es im Zug eine hochmoderne Heizung gab, weil Sisi so gefroren hat“, berichtet Museumsdirektorin Rosemarie Mann-Stein.

Auch durften sich die Kinder einen Lieblingsgegenstand im Museum aussuchen, den sie genauer beschreiben sollten. Lisa entschied sich gleich für einen Fächer, den Sisi von ihrer jüngsten Tochter Marie Valerie geschenkt bekommen hatte. „Ich fand das besonders schön, weil Marie Valerie den Fächer auch per Hand gemacht hat“, erklärt die Neunjährige.

Spannend und neu war auch der Umgang mit Mikro und Aufnahmegerät. Am ersten Tag gab es daher eine Einführung von Kristina Dumas. „Ich habe ihnen zum Beispiel auch erklärt, dass bei Interviews Augenkontakt wichtig ist“, berichtet die erfahrene Journalistin. Dieses Wissen konnten die Nachwuchsreporter gleich auf der Straße praktisch anwenden. „Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, weil ich nicht wusste, wie nah man das Mikro an den Mund hält“, sagt Lisa. Sie lernte aber schnell, mit der Technik umzugehen. Es wurden Pöckinger auf der Straße interviewt. Auch der Bürgermeister Rainer Schnitzler stand den jungen Reportern in seinem Arbeitszimmer im Rathaus für ein Interview zur Verfügung. „Es hat manchmal schon Überwindung gekostet“, erzählt Lisa. Peter Fenkl, der die ersten 18 Jahre seines Lebens im Schloss Possenhofen gelebt hat, und Alexander Wehnelt, Vorsitzender des Vereins zum Erhalt der Fischerkapelle, waren weitere Gesprächspartner.

Die von den Kinder erstellte CD soll auch als Grundlage für einen Audioguide für Kinder im Kaiserin-Elisabeth- Museums dienen.  lef

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