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Ein Geschenk zum Einzug: Die Kinder im „Abenteuerland“ öffnen einen Karton mit Musikinstrumenten. Erzieher, Fortschritt-Mitarbeiter, Seelsorger und Bürgermeister Rainer Schnitzler weihten gestern offiziell die renovierten Räume der Niederpöckinger Kinderkrippe ein.

Fortschritt-Kinderbetreuung

Neues Abenteuerland für Wichtel und Zwerge

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Einst war sie eine der ersten Krippen in der Region, nun wurde sie renoviert: Bei Fortschritt in Niederpöcking wurde gefeiert.

Niederpöcking – Die frisch renovierten Räume der Fortschritt-Kinderkrippe in Niederpöcking sind hell und freundlich. Ein paar bunte Farbflecken sorgen für optische Abwechslung. Räume zum Wohlfühlen, das demonstrieren die Kinder, die dort betreut werden. Bei der Einweihungsfeier am Freitag singen sie und lassen sich von den vielen fremden Menschen überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. So entspannt sind Kinder nur, wenn sie sich sicher und geborgen fühlen.

Das ist das Ansinnen der gemeinnützigen GmbH Fortschritt, seit sie 2002 die Kinderkrippe in ihrem Haus in Niederpöcking eröffnete. Es war die erste Kindertagesstätte des gGmbH und die zweite überhaupt im Landkreis. Inzwischen betreibt Fortschritt 30 Kindertagesstätten. So ist die Einweihungsfeier am Freitag auch Anlass, Rückblick zu halten. „Dank der Kinderkrippe haben wir uns auf solidere Beine gestellt“, sagt Fortschritt-Gründer Peter von Quadt. „Wir kommen ja aus der Behindertenarbeit.“

Inklusion ist deshalb für die Fortschritt-Kitas seit Jahren selbstverständlich. Für die Zwerge und Wichtel im „Abenteuerland“, wie sich die bisherigen „Purzler“ seit der Renovierung nennen, ist der Umgang mit ihren behinderten Kameraden ganz normal. Zwei Gruppen mit je zwölf Kindern gibt es im „Abenteuerland“, eine im Hochparterre und eine im Tiefparterre. Der Gemeinderat hat 250 000 Euro für die Renovierung locker gemacht. Das werde nicht ganz reichen, kündigt von Quadt an. Insgesamt habe die Sanierung 270 000 Euro gekostet. „Wir freuen uns über Spenden“, sagt er in die Runde der Fortschritt-Mitarbeiter, Erzieher, Gemeinderäte und Verwaltungsmitarbeiter.

Krippenplätze für vergleichsweise wenig Geld

Pöckings Bürgermeister Rainer Schnitzler erinnert an die Anfänge der Kinderkrippe. „Damals ging es im Gemeinderat nicht nur darum, wie man die Pläne umsetzt, sondern auch ob.“ Die ehemalige Gemeinderätin Elisabeth Stiehler, die zusammen mit Diakon Werner Schwarzwalder die Räume segnete, geht ins Detail: „Das war Pionierarbeit. Ich habe damals gesagt, selbst wenn die Frauen mal Tennis spielen gehen, ist das gut – eine entspannte Mutter ist immer besser als eine gestresste.“ 

Ihre Ratskollegin Amelie Erhardt ergänzt: „Ich mag gar nicht mehr daran denken, ich bin froh, dass die Männer das dann doch noch gelernt haben.“ Die Niederpöckinger Purzler waren ein Novum im Landkreis: bezahlbare Betreuungsplätze für unter Dreijährige. „Damals gab es nur die Kinderoase in Tutzing“, sagt von Quadt. „Dort kostete ein Platz 900 Mark.“

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