Planungen an der Weilheimer Straße mit Boardinghaus und Haus der Helfer
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Planungen für die Weilheimer Straße in Pöcking

Neues Feuerwehrhaus „sollte das letzte sein“

  • Tobias Gmach
    vonTobias Gmach
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Neues Rettungszentrum für die Feuerwehr und eventuell auch die DLRG, neuer Bauhof, Autohaus-Erweiterung samt „Boardinghaus“: Das alles soll an der Weilheimer Straße in Pöcking realisiert werden. Die Gemeinde hat dafür nun die Voraussetzungen geschaffen und mit Blick auf die ungewisse Zukunft großzügig geplant.

Pöcking – Keine Diskussion, 20:0 Stimmen: Die Entscheidung des Pöckinger Gemeinderats fiel in der jüngsten Sitzung schnell und eindeutig aus. Für das Areal zwischen Lindenberg- und Birkensiedlung an der Weilheimer Straße soll ein Bebauungsplanentwurf erarbeitet werden, der eine Menge Anliegen berücksichtigen muss.

Zunächst wären da die gemeindlichen Pflichtaufgaben: Ein neues Feuerwehrhaus soll dort entstehen und dahinter ein neuer gemeindlicher Bauhof. Die alten Einrichtungen am Rathaus beziehungsweise beim Bürgerhaus Beccult sind nicht mehr zeitgemäß. Dass die Gemeinde Pöcking nun die Voraussetzungen für die Projekte auf der Fläche geschaffen hat, liegt auch am Autohaus Bauer. Es strebt eine Erweiterung für den Bereich E-Mobilität an und will sich baldmöglichst ein zweites Standbein schaffen: mit einem „Boardinghaus“, also Appartements, in denen Gäste Leistungen wie in einem Hotel beanspruchen können, in der Regel aber länger dort wohnen (wir berichteten).

Laut Bürgermeister Rainer Schnitzler hat die Gemeinde vor Jahren drei Grundstücke an der Weilheimer Straße erworben. Er empfahl dem Gemeinderat, für die Planung einen „größeren Umgriff zu nehmen“ als im März 2017. Damals hatte das Gremium signalisiert, sich dort einen Bebauungsplan vorstellen zu können. Heißt: Nun wird deutlich großzügiger geplant. „Wir wissen nicht, wie Pöcking sich entwickelt. Das neue Feuerwehrhaus sollte das letzte sein“, sagte Bürgermeister Schnitzler. Er wolle platztechnisch vorsorgen, falls eines Tages eine Erweiterung des Gebäudes nötig sein sollte.

Ein Lageplan der Gemeinde zeigt, wie sie sich das Areal grob vorstellt. Das Feuerwehrhaus soll inklusive Übungshof östlich des Autohauses entstehen. Dazwischen könnte eine neue Erschließungsstraße gebaut werden, über die Feuerwehrautos zu Einsätzen ausrücken würden. Nutzen könnten sie auch Autohauskunden und Gäste der neuen Wohnbereiche, die im nördlichen Bereich angedacht sind. Genau wie der Bauhof, in dessen Umfeld ein Wendehammer in Frage kommt.

Noch unklar ist, ob und wo die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Pöcking ein neues Zuhause bekommt. Wie mehrfach berichtet, könnte sich die Ortsgruppe Pöcking-Starnberg ein gemeinsames „Haus der Retter“ vorstellen. Die Einsatzhütte am See ist für die DLRG, die neben Wasserrettern auch First Responder und Hundestaffel stellt, zu klein geworden. In einer Machbarkeitsstudie ließ die Gemeinde mehrere Varianten an der Weilheimer Straße prüfen – mit und ohne DLRG. Die könnte im Umfeld des Bauhofs unterkommen, aber auch im bestehenden Feuerwehrhaus in der Ortsmitte. Bürgermeister Schnitzler betonte, dass ein Umbau des Feuerwehrhauses bis zu 200 000 Euro kosten würde. Für einen Neubau müsse man mit 1,5 Millionen Euro rechnen. Er sprach aber auch von Synergieeffekten: Feuerwehr und DLRG könnten sich zum Beispiel den Schulungsraum teilen. Eine Entscheidung des Gemeinderats zur DLRG-Zukunft steht noch aus.

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