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Hier soll es im Frühjahr blühen: Diesen Grünstreifen an der Pöckinger Hauptstraße und einige weitere Flächen hat die Gemeinde bereits bepflanzt. Ziel der Aktion ist es, die Artenvielfalt zu schützen.

Umweltprojekt in Pöcking

Noch Brache, künftig Blühwiese

Die Gemeinde Pöcking orientiert sich an der Aktion „Starnberger Land blüht auf“ und hat nun selbst ein Blühwiesen-Projekt gestartet. Insgesamt 23 Flächen sollen umgestaltet werden.

Pöcking – Die Artenvielfalt in den Ort holen – dieses Ziel verfolgt die Gemeinde Pöcking mit ihrem im September angelaufenen Blühwiesen-Projekt. Bislang wurde nur der Ministerhügel als artenreiche Mähwiese gepflegt, während ein Großteil der anderen öffentlichen Grünflächen in Pöcking als artenarme Rasenflächen gehalten und häufig gemäht wurden. Das soll sich nun ändern. Nach dem Vorbild der Aktion „Starnberger Land blüht auf“ will die Gemeinde nun nachziehen und innerörtliche Grünflächen mit blütenreichen Wiesenmischungen bepflanzen.

Die Vorbereitung der Blühwiesen-Aktion läuft schon seit dem Frühjahr: Das Starnberger Planungsbüro Terrabiota wählte gemeinsam mit der Bauverwaltung und dem Bauhof insgesamt 23 Flächen in Pöcking, Possenhofen, Maising und Aschering für die Gestaltung aus. Auf zehn Teilflächen mit einer Gesamtfläche von mehr als 2500 Quadratmeter wurden verschiedene artenreiche Wiesenflächen konzipiert. Entlang der Weilheimer Straße soll ein niedrigwüchsiger, artenreicher Krautsaum entstehen. An der nördlichen Ortseinfahrt und in Aschering pflanzen Mitarbeiter des Bauhofs Blumenwiesen. Höhere Stauden für Wildbienen und Schmetterlinge finden sich künftig zum Beispiel an der „Hohen Wurz“.

Von Beerensträuchern darf auch genascht werden

Für den Helmut-Ammann-Weg südlich des Friedhofs sind neben Schattenstauden mehr als 1600 Zwiebeln der Frühlings-Knotenblume, Himbeer- und Johannisbeersträucher vorgesehen. Sie sind zwar vor allem für Insekten zur Bestäubung gedacht, doch die Gemeinde weist Spaziergänger ausdrücklich darauf hin, dass Naschen ebenfalls erlaubt ist. Auch bunt soll es in Pöcking werden: „Auf anderen Flächen setzen Mohn- und Flockenblumen zusätzliche Farbakzente“, kündigt die Gemeinde an. Im September legte der örtliche Garten- und Landschaftsbaubetrieb Haberzettl mit dem Bepflanzen der Grünflächen los. Für Fußgänger, Radler und Autofahrer heißt es nun besonders gut aufpassen, denn das Saatgut ist sehr empfindlich und muss erst noch keimen und anwachsen. Neu angelegte Flächen sollen deshalb nicht betreten und auch nicht mit dem Rad oder gar Auto befahren werden.

Früchte oder vielmehr Blüten tragen wird das Projekt voraussichtlich ab kommendem Frühjahr. Dann sollen sich auf den bisherigen Rasenflächen artenreiche Wiesen entwickeln. Aber es ist Geduld gefragt, denn bis die Wiesen in voller Blüte stehen, kann es einige Jahre dauern. Dafür bleiben die blühenden Grünflächen dann für viele Jahre erhalten. Motivierte Hobbygärtner ruft die Gemeinde auf, sich vom Blühwiesen-Projekt inspirieren zu lassen. „Blühwiesen bereichern nicht nur das Ortsbild, sondern auch Hausgärten und tragen dort ebenfalls zur Artenvielfalt bei“, schreibt die Gemeinde.  

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