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Der historische Gasthof Schauer in Possenhofen soll umgebaut werden. Damit befasste sich kürzlich auch der Pöckinger Bauausschuss. (Archivbild)

Gasthof Schauer in Possenhofen

Etwas für die Ewigkeit

Der traditionsreiche Gasthof Schauer im Pöckinger Ortsteil Possenhofen beschäftigte jüngst den örtlichen Bauausschuss. Zwei Investoren wollen den Gasthof umbauen und in einem Jahr neu eröffnen.

Possenhofen Endlich gibt es eine akzeptable Nachbarschaft fürs Sisi-Schloss. Dieser Gedanke schien am Montag auch die Pöckinger Bauausschusssitzung zu beherrschen, als sich deren Mitglieder mit dem neuen Konzept für den Gasthof Schauer beschäftigten. Die Pläne hatten kürzlich, wie berichtet, bei einer Ortsteilversammlung Begeisterung ausgelöst. Ähnlich positiv war die Stimmung auch im Bauausschuss.

Es sei wichtig, jetzt den Startschuss zu geben, sagte Vizebürgermeister Albert Luppart (PWG): „Damit schaffen wir wirklich an diesem markanten Platz etwas für die Ewigkeit.“ Wie berichtet, wollen die Investoren Florian Huber und Manuel Kindervater mit den Bauarbeiten am Gasthof bald beginnen und ihn in einem Jahr eröffnen. Dafür haben sie das Wirtsehepaar Verena und Christoph Ziesel gewonnen. Nähere Informationen zu den Umbauplänen des Gasthofs und deren Kosten gab es bei der Sitzung des Bauausschusses aber nicht.

Die Pöckinger versprechen sich viel von der Erneuerung der Außenanlagen

Im Mittelpunkt standen die Außenanlagen und der Platz. Für deren Neugestaltung nannte Landschaftsplanerin Monika Treiber reine Baukosten von 820 000 Euro inklusive Mehrwertsteuer, aber ohne Planungskosten. Von der Erneuerung, das wurde schnell deutlich, versprechen sich die Pöckinger nicht nur eine Aufwertung des Schauer-Umfelds, sondern des gesamten Bereichs bis zum Schloss. „Dort unten ist es oft keine schöne Situation“, sagte Bürgermeister Rainer Schnitzler (PWG) zum Geschehen mit Autos und Bussen an der Straßenkurve neben dem Schloss. „Die ganze Parkraumbewirtschaftung werden wir uns anschauen müssen.“

Wolfram Staufenberg (CSU) plädierte nachdrücklich für eine „geschickte Bepflanzung“ sowohl auf dem Platz beim Gasthof Schauer als auch in der Nachbarschaft des Schlosses. Er wandte sich gegen Pflanzen in Kübeln, die bisher vorgesehen sind. Bis zur Gemeinderatssitzung am Donnerstag nächster Woche hat der Ausschuss einige Prüfaufträge erteilt. Dazu gehört eine Alternative bei den Pflanzen. Für die auf dem Platz bei Schauer vorgesehenen Granit-Pflastersteine wünschen die Gemeinderäte einen Herkunftsnachweis. „Aus China will ich sie nicht haben“, sagte Sabine Stolicka (Grüne). Ähnlich schienen es alle anderen zu sehen. Mehr Fahrradständer als bisher sollen eingeplant werden. Ein vorgeschlagener Brunnen in der Nähe der Fischerkapelle gilt dagegen erst einmal nicht als vorrangig.  

von Lorenz Goslich

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