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Die Anlage in Starnberg – hier ein Foto vom Aufbau – soll Pate stehen für das Containerdorf in Pöcking. 

Asyl

Pöcking bekommt ein Containerdorf

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Pöcking - Die Entscheidung im Gemeinderat fiel einstimmig: Ab November sollen die Asylbewerber in Pöcking aus dem Zelt aus- und in eine neue Containersiedlung einziehen.

Dazu wird in den kommenden Monaten ein Grundstück am Ortsrand an der Maisinger Straße – direkt gegenüber der Bürgermeister-Grenzebach-Siedlung – hergerichtet. Mit dem Grundstückseigentümer sei ein Pachtvertrag geschlossen worden, erklärte Bürgermeister Rainer Schnitzler am Donnerstagabend im Rat.

Lange war hinter verschlossenen Türen diskutiert worden. Klar war, dass das Zeltlager auf dem Gelände, wo nächstes Jahr das Bürgerhaus entstehen soll, nur eine Notlösung sein kann. Der Pachtvertrag mit dem Landkreis für das Grundstück des Zeltlagers würde zum 30. September auslaufen. Jetzt geht das Zeltlager doch noch in die Verlängerung. Weil die geplante Containersiedlung erst im November bezugsfertig sein soll, bleiben die Asylbewerber so lange noch im Zelt wohnen. „Die Flüchtlinge sind hier mittlerweile gut integriert. Da wäre es sinnlos, sie jetzt nach Seefeld auszulagern und dann die Container in Pöcking mit anderen Asylbewerbern aufzufüllen, sagte Schnitzler.

Bei der Gestaltung der Anlage möchte die Gemeinde einen Sonderweg gehen. Da die mintgrünen Container zwar ohne Zweifel praktisch, aber wirklich nicht schön sind, möchte die Gemeinde in Abstimmung mit dem Landkreis auf eigene Kosten die Anlage, die rund acht Jahre in Betrieb sein soll, gestalten. Eine Holzverkleidung der Container wäre denkbar, eine Grüngestaltung ebenso.

„Dennoch werden die Anlieger von Gegenüber nicht ,Hurra‘ schreien“, sagte Ute Nicolaisen-März (CSU). Sie wollte wissen, wann die Betroffenen über das Vorhaben in der Nachbarschaft informiert werden. Bürgermeister Schnitzler versprach, noch am Freitag entsprechende Briefe auf den Weg zu bringen. Am Dienstag, 20. September, soll zudem eine Infoveranstaltung von Landrat Karl Roth und der Gemeindeverwaltung in Pöcking stattfinden. Dabei sollen die Anwohner ihre Fragen stellen können.

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