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Stromsparen soll in Pöcking mit diversen Maßnahmen gelingen.

Expertin stellt Effizienz-Maßnahmen vor

Energie sparen bis zur Klospülung: Gemeinde Pöcking schafft spezielle Software an

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Wer verbraucht wo eigentlich wie viel Strom? Der Gemeinde Pöcking fehlt für ihre Gebäude ein klarer Überblick. Mit einer App-gesteuerten Management-Software will sie künftig Energie sparen.

Pöcking – Petra Denk warf mit Anglizismen um sich. Sie erklärte den Pöckinger Gemeinderäten am Donnerstag, was man „benchmarken“ muss, sie sprach von „quick wins“, „kick-off“ und vom „Bottom-Up-Ansatz“. Die Botschaften der Frau im grauem Hosenanzug und mit forschem Auftreten waren aber klar. Die Professorin der Hochschule Landshut zeigte, mit welchen Maßnahmen die Gemeinde in ihren Gebäuden Energie sparen kann. Die Räte waren überzeugt: Alle bis auf Ulrich Rieger (CSU) stimmten für die Anschaffung einer Energieeffizienz-Management-Software. Sie soll laut Verwaltungsmitarbeiter Stefan Bäuerle noch heuer eingeführt werden.

Pöcking ist wie Germering und mehrere Kommunen aus dem Raum Rosenheim Mitglied des Energieeffizienz-Netzwerks Südbayern. Innerhalb von drei Jahren – das zweite läuft nun – analysieren Energieberatungs-Institute die Einsparpotenziale in den örtlichen Liegenschaften. Sie prüfen Dämmungen, Fenster, Türen, Wasseranschlüsse, Beleuchtungen, Heizungen und mehr in Kindergärten, Schulen, Rat- oder Feuerwehrhäusern.

Pöcking hat ein Transparenz-Problem

Pöcking habe im Vergleich mit anderen Kommunen ein gewisses Transparenz-Problem. Es fehle an der Übersicht, sagte Denk. Man wisse nicht immer, welche Einrichtung was verbrauche.

Mit neuen Zählern und der Software soll das klarer werden. Künftig habe man die Daten ständig im Blick, könne schnell reagieren, den Verbrauch messen und Details verbessern. Die Daten können die Hausmeister oder die Verwaltung per App einreichen. Die Analyse durch das Netzwerk diene auch dazu, das Verhalten der Nutzer – zum Beispiel beim Heizen – zu hinterfragen, sagt Bäuerle auf Nachfrage. Ein anderes Beispiel kam mehrfach in der Sitzung zur Sprache: Ist der Wasserverbrauch in einem Gebäudeteil konstant ungewöhnlich hoch, könne man relativ schnell auf eine defekte Klospülung schließen.

Bürgermeister: „Ohne gute Datengrundlage können wir nichts verbessern“

Bürgermeister Rainer Schnitzler (PWG) plädierte für die Software: „Ohne eine gute Datengrundlage können wir nichts verbessern.“ Die Einrichtung kostet die Gemeinde etwas mehr als 4000 Euro, ein etwas geringerer Betrag wird jährlich für das Management fällig. Das Netzwerk wird aus Bundesmitteln gefördert.

Die Gemeinde müsse sich überlegen, was sie kurz-, mittel- und langfristig umsetzen wolle, sagte Denk. 13 Gebäude – unter anderem auch das Hallenbad und die Pumpwerke in Niederpöcking und Aschering – seien analysiert worden. Für zehn werde das Management eingeführt, der Energieverbrauch soll dadurch um sieben Prozent sinken. Schnitzler kündigte an, dass die Verwaltung intern nochmal über die Gebäude sprechen und sich dann auf zehn einigen werde.

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