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Der Schmalzhof bei Pöcking: Geht es nach den Plänen der Gemeinde Pöcking, rollen dort nächstes Jahr die Bagger an.

Wirtschaftsförderung

Pöcking: Gewerbeflächen auf dem Bauernhof

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Pöcking - Noch ist nicht eine einzige Schaufel Erde bewegt worden, schon ist das Gewerbegebiet Schmalzhof in Pöcking rettungslos überbelegt. Die Gemeinde sucht nach charmanten Alternativen.

Gerade einmal 17 000 Quadratmeter – eine Fläche, die etwa so groß ist wie zwei Fußballfelder – stehen am Gewerbegebiet Schmalzhof zwischen Pöcking und Starnberg zur Verfügung. Die Gemeinde hätte, da macht Bürgermeister Rainer Schnitzler keinen Hehl daraus, ein Vielfaches der verfügbaren Fläche vermarkten können. „Wir hatten 30 Anfragen, haben immer noch 25 Interessenten – dabei haben wir noch keinerlei Werbung gemacht“, so Schnitzler. Kaum stand es zum ersten Mal im Starnberger Merkur, schon standen auch die Unternehmen auf der Matte.

Manche wollten gleich 6000 Quadratmeter vom raren Grund – das wird höchstwahrscheinlich nichts. Auch weil die Gemeinde insgesamt nur 8500 Quadratmeter zu vergeben hat. Den Rest vermarktet die Erbengemeinschaft, der das Grundstück ursprünglich komplett gehörte. Und so ist schon jetzt klar: Pöcking braucht weitere Gewerbeflächen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Deswegen probiert man gerade am Eichinger-Hof in Aschering eine neue Variante aus. Weil es oft ortsansässige Handwerksbetriebe sind, die neue Gewerbeflächen suchen, entsteht in Aschering derzeit eine Art kleiner Gewerbehof mit verschiedenen Gewerken. Wichtig ist der Gemeinde dabei allerdings, dass die eigentliche Hofstelle erhalten bleibt, so Schnitzler. Will meinen, dass hier auch weiter ein Bauer arbeitet und mit seinem Traktor aufs Feld fährt. So könnte verhindert werden, dass der dörfliche Charakter verloren geht.

Auch für den Bauwerber, der am Ortsrand von Maising eine weitere Halle errichten wollte, die dann an Firmen vermietet werden sollte, wäre das eine Option, so Schnitzler. Der Gemeinderat hatte das Ansinnen ablehnen müssen, weil es sich um einen Bau im Außenbereich handelt. „Den hätte das Landratsamt ohnehin einkassiert, selbst wenn wir zugestimmt hätten“, so der Bürgermeister. Jetzt bleibe nur die Aufstellung eines Bebauungsplans. Besonders gern natürlich als bäuerlicher Gewerbehof mit Bauer, Traktor und Handwerksbetrieben.

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