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Die Entwürfe für die Gestaltung des neuen großen Saals im Haus der Bürger und Vereine sind bekannt. Derzeit wird in der Geme inde immer wieder die Turnhalle der Grundschule für Großveranstaltungen genutzt. 

Haus der Bürger und Vereine

130 000 Euro Betriebskosten – pro Jahr

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Jahrzehntelang wurde gestritten, geplant, wieder gestritten und neu geplant. Nun steht der Baubeginn für das Haus der Bürger und Vereine in Pöcking unmittelbar bevor. Doch mit den rund 10 Millionen Euro Baukosten ist es nicht getan. Auch die Betriebskosten sind hoch.

Pöcking – Die Gemeinde verfährt beim Bau des Hauses der Bürger und Vereine nach dem Motto: „Nicht kleckern, klotzen“. Die beiden Gebäude – das „Haus der Bürger“ mit einem großen Saal und Gastronomie sowie das „Haus der Vereine“ mit Räumen für Schützen, Blaskapelle und mehreren Wohnungen im Dachgeschoss – werden nach den neuesten technischen Standards errichtet. Also in wärmedämmender Holzbauweise, mit einer Wärmeversorgung über Erdsonden, sowie Solarpanels auf dem Dach.

Das soll, soweit möglich, helfen, die Betriebskosten so gering wie möglich zu halten. Dennoch müssen nach der Fertigstellung des Hauses – Nutzungsbeginn soll nach derzeitigem Stand der Planung der 28. Juni 2019 sein – erhebliche Mittel für den Unterhalt des Gebäudes eingeplant werden. Helmut Grepmair vom beauftragten Projektmanagementbüro Stein & Partner aus München stellte unlängst im Hauptausschuss schon einmal die zu erwartenden Betriebskosten vor.

Die tatsächlichen Beträge liegen noch höher

Dieser Kalkulation zu Folge muss die Gemeinde mit Betriebskosten von rund 130 000 Euro im Jahr rechnen, die sie selbst zahlen muss. Die tatsächlichen Beträge liegen noch um einiges höher, allerdings soll auch der Wirt, der die Gaststätte und den Saal betreiben soll, einen Teil der Kosten schultern – insgesamt weitere 61 500 Euro pro Jahr.

Wie setzen sich die Summen zusammen? Die Gemeinde zahlt für ihren Anteil an Gas, Wasser und Strom rund 34 000 Euro pro Jahr. Für Abwasser und Müllentsorgung werden 4300 Euro fällig. Von den Mitgliedern des Hauptausschusses unisono als deutlich zu niedrig kalkuliert erachtet wurden die berechneten Reinigungskosten. „Für 4885 Euro im Jahr findet man angesichts des Kosten- und Lohnniveaus hier am Starnberger See garantiert keine Reinigungsfirma“, sagte Ute Nicolaisen-März. Derweil räumte der Projektsteuerer Helmut Grepmair selbst ein, dass die knapp 53 000 Euro, die für die Pflege der Außenanlagen berechnet wurden, deutlich zu hoch angesetzt wurden: „Wir sind hier im ländlichen Raum, da muss der Rasen nicht ständig auf drei Millimeter Höhe gehalten werden“, sagte der Planer und regte an, man könne rund 25 000 Euro von seiner eigenen Kalkulation abziehen, um auf einen realistischen Wert zu kommen.

Angesichts der schieren Masse an moderner Heiz- und Regeltechnik, die in den Neubau kommen sollen, müssen allerdings auch rund 34 000 Euro pro Jahr für Wartung und Inspektion der Anlage eingerechnet werden, so Grepmair weiter. Er verwies darauf, dass diese Kosten zwar mit den Fachplanern abgestimmt und durch Erfahrungswerte seines Büros untersetzt seien, dass aber gleichzeitig heute noch keiner auf Heller und Pfennig ausrechnen könne, wie viel die Betreibung des neuen Bürgerhauses wirklich kosten wird.

Das wiederum störte Ute Nicolaisen-März: „Wie sollen wir Mieten, Pachten und Saalmieten berechnen, wenn wir unsere Kosten nicht genau kennen?“ Simone Greve (Grüne) kritisierte derweil, dass es immer noch kein Nutzungskonzept gebe. Denn auch mögliche Personalkosten für den Bereich Logistik und Buchung von Veranstaltungen im Haus der Bürger würden zu den jährlich wiederkehrenden Kosten gehören. „Da haben wir tatsächlich noch Aufgaben zu erledigen“, räumte Bürgermeister Rainer Schnitzler in diesem Zusammenhang ein und versprach zügig Ergebnisse.

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