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Das Pöckinger Hallenbad ist bisher nur dienstags geschlossen. Das könnte sich bald ändern.

Mitarbeiter hatte gekündigt

Personalsorgen im Pöckinger Hallenbad: Es drohen kürzere Öffnungszeiten

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Die Gemeinde Pöcking findet trotz intensiver Bemühungen keine Fachkraft für das Hallenbad. Nun drohen eingeschränkte Öffnungszeiten. 

Pöcking – Der Fachkräftemangel betrifft auch Kommunen. Ein Beispiel dafür war nun Thema in der jüngsten Sitzung des Pöckinger Haupt- und Finanzausschusses. Die Gemeinde sucht dringend einen Vollzeit-Mitarbeiter für das Hallenbad. Trotz mehrerer Inserate habe sich bisher niemand gemeldet, teilte Geschäftsleiter Sven Neumann mit. „Wenn wir niemanden finden, müssen wir die Öffnungszeiten einschränken“, betonte Bürgermeister Rainer Schnitzler.

Neben dem Schwimmmeister Claude Haas arbeiten derzeit zwei weitere Vollzeitkräfte im Ozon-Hallenbad am Sternweg. Einer von ihnen habe kurz nach Weihnachten seine Kündigung eingereicht. Der Mitarbeiter habe eine Stelle in seinem etwa eine Autostunde von Pöcking entfernten Heimatort bekommen. „Er muss jetzt nicht mehr pendeln, sondern kann mit dem Rad in die Arbeit fahren. Das verstehe ich gut“, sagte Schnitzler auf Nachfrage.

Sein Verständnis ändert allerdings nichts an dem Problem. Laut Inserat sucht die Gemeinde vom 1. Mai an einen Fachangestellten für Bäderbetriebe. Die Kündigungsfrist des Mitarbeiters läuft noch, doch dass sich überhaupt niemand auf verschiedene Stellenausschreibungen in Zeitungen und im Internet gemeldet hat, macht der Gemeinde Sorgen.

Man könnte annehmen, dass das neue Seebad in Starnberg den lokalen Markt leergefegt hat. Das Personal wurde im Vergleich zum Vorgänger Wasserpark deutlich aufgestockt. Allerdings ist vor allem die Zahl der Rettungsschwimmer (acht statt einer) gestiegen. Sechs statt zuvor fünf Fachangestellte für Bäderbetriebe arbeiten seit der Eröffnung im Sommer 2018 an der Strandbadstraße in Starnberg. Dazu kommen laut Stadtsprecherin Lena Choi zwei Auszubildende.

Amelie Erhard (SPD) fragte in der Sitzung, ob sich die Engpässe nicht mit DLRG-Rettungsschwimmern überbrücken ließen. Schnitzlers Antwort war ein klares Nein. Man brauche jemanden, der nicht nur Badegäste beaufsichtigen kann, sondern sich auch mit technischen Prozessen im Hallenbad auskennt. Es handle sich um einen Ausbildungsberuf.

Ob für den Bauhof, den Kindergarten oder die Verwaltung: Fachkräfte zu finden, sei allgemein schwieriger geworden, sagte Schnitzler: „Die Auswahl ist nicht mehr groß.“ 

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