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Blick auf die Maxhof-Kaserne.

Verbindung Maxhof-Maising

Pöcking schließt das Wegenetz

Geplant wurde schon vor zehn Jahren, jetzt wird es ernst: Die Gemeinde Pöcking will einen Wanderweg von der Maxhof-Kaserne nach Maising anlegen und damit das Wegenetz schließen. Er wird nun deutlich teurer.

Pöcking – Er habe die alten Pläne zum Glück gleich wieder gefunden, sagte der Landschaftsarchitekt Marcus Stimmer im Pöckinger Bau- und Umweltausschuss am Montagabend. Er war vor zehn Jahren vom Rathaus beauftragt worden, einen Weg von der Maxhof-Kaserne nach Maising zu planen. Im übergeordneten Wegenetz hat dieses Bindeglied bisher gefehlt, und es wurde trotz der damaligen Planung bisher nicht realisiert. Der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats hat ihr nun zugestimmt. „Es kommen deutlich höhere Kosten raus, als wenn wir es vor zehn Jahren gebaut hätten“, sagte Bürgermeister Rainer Schnitzler bedauernd.

Stimmer bezifferte die Gesamtkosten mit 246 850 Euro. Ein damaliger Vergleichswert wurde nicht genannt. Die Kostenplanung umfasst einen Fuß- und Radweg, zehn Autostellplätze auf einem Wanderparkplatz, einen Platz mit einer Fußgängerbrücke, eine Verschwenkung der Straße, einen weiteren Gehweg sowie 13 Bäume. An dem neuen Platz soll auch eine Informationstafel aufgestellt werden.

Woran die Kostensteigerung liegt, das begründete Stimmer gegenüber unserer Zeitung unter anderem mit deutlich erhöhten Preisen für den Erdaushub. Die seien von damals 15 bis 18 Euro je Kubikmeter Entsorgung auf derzeit um die 30 Euro gestiegen. Und bei Straßen- und Wegebauten gebe es halt viel Aushub, sagte der Landschaftsarchitekt.

Von der Bundeswehr, zu der in diesem Bereich ein großes Areal gehört, hat die Gemeinde laut Schnitzler bereits einige Grundstücke übertragen bekommen. Mit der Verschwenkung der Straße werde auch erreicht, dass die Autos an dieser Stelle langsamer fahren, sagte Stimmer im Ausschuss.

Eine Querungshilfe ist bereits gebaut worden. Einige Details sollen noch geprüft werden, so besonders, ob ein Gehweg an der Nordseite zum Schluchtweg zusätzlich möglich ist und was er kostet. Schnitzler setzt sich für einen etwas längeren Gehweg ein, weil an dieser Stelle das Feuerwehrhaus geplant sei. Der Fußweg dorthin sei ihm wichtig.

Der 560 Meter lange Fuß- und Radweg war seinerzeit bereits mit einer Breite von 2,50 Metern beschlossen worden. Biotope seien südlich der Straße nicht betroffen, sagte Stimmer. Auch in den Bachbereich werde nicht eingegriffen. Für Krötenwanderungen in diesem Gebiet sieht der Landschaftsarchitekt keine Beeinträchtigungen: „Man darf nur keine Barrieren setzen.“     Lorenz Goslich

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