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Voll besetzt war der Besprechungsraum der „Post“ beim Stammtisch der PWG am Montagabend. 

Dorfentwicklung

Pöcking will einen Wochenmarkt

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Werden demnächst auf dem Raiffeisenplatz Produkte aus der Region angeboten?

Pöcking – Mit einem solchen Andrang hatte selbst Albert Luppart, Chef der Parteilosen Wählergruppe Pöcking (PWG) nicht gerechnet. Gut 15 Mitglieder und Interessenten waren am Montagabend zum Stammtisch im Besprechungsraum der „Post“ gekommen, um über die aktuellen Entwicklungen im Ort zu diskutieren.

Den thematischen Schwerpunkt legte man dabei auf die Situation des Einzelhandels in der Gemeinde. „In der Debatte wurde schnell klar, dass wir in Pöcking in Sachen Grundversorgung bestens aufgestellt sind“, meinte Luppart im Anschluss an die Veranstaltung im Gespräch mit dem Starnberger Merkur.

„Wir haben einen Vollversorger, einen Discounter, einen Bio-Laden, einen Metzger und eine Postagentur im Ort. Ein Umstand, um den uns viele Gemeinden ähnlicher Größe beneiden“, sagte er weiter. Dazu käme ein breites Gastronomieangebot in Pöcking.

Die Teilnehmer des PWG-Stammtischs mahnten aber auch, dass dieses Angebot keine Selbstverständlichkeit sei: „Es ist an den Bürgern, die breite Palette an Versorgern wertzuschätzen und zu frequentieren, damit sie auch vor Ort bleiben“, so Luppart. Will meinen: Pöckinger sollen nach Möglichkeit auch in Pöcking einkaufen.

Dann könnten sich auch Anbieter, die man bisher im Ort vermisst, durchaus dort ansiedeln. Als Beispiele nannte Luppart ein Blumengeschäft oder Bekleidungsläden. Wobei gerade letztere stark darunter leiden würden, dass insbesondere im ländlichen Raum viel im Internet bestellt wird. Ein Projekt soll nach Wunsch der PWG aber nun zügig angegangen werden: Die Etablierung eines Wochenmarktes auf dem Raiffeisenplatz. „Wir wünschen uns einen Markt mit regionalen Anbietern – so wie es ihn schon seit einiger Zeit in Feldafing gibt“, berichtete Luppart weiter.

Die Gemeinde könne dabei allerdings nur als Impulsgeber auftreten. Die Organisation des Marktes selbst müsste ein Partner aus der freien Wirtschaft übernehmen. „Wir würden aber die ohnehin dafür vorgesehenen Flächen am Raiffeisenplatz zur Verfügung stellen“, so Luppart.

Ein weiteres Thema am Stammtisch der Wählergruppe war das „Baujahr 2018“, das seine Schatten voraus wirft. Gleich zwei Großprojekte in der Gemeinde stehen vor ihrer Realisierung. Sobald der Frost aus dem Boden ist, soll mit der Erschließung des Gewerbegebietes am Schmalzhof begonnen werden. Parallel dazu wird der Gemeinderat im Frühjahr darüber entscheiden, welche der Unternehmen, die sich für die Flächen beworben haben, zum Zuge kommen sollen. Luppart stellte klar, dass hier vor allem Pöckinger Betriebe die Möglichkeit zur Erweiterung bekommen sollen. In diesem Zusammenhang soll auch beschlossen werden, ob die Unternehmen die Flächen kaufen oder über einen Erbbauzins langfristig pachten. „Die Mehrheit des Gemeinderates bevorzugt derzeit die Erbbaupacht, weil wir auf die Verkaufserlöse nicht angewiesen sind“, so Luppart.

Parallel soll auch der Bau des Hauses der Bürger und Vereine endlich starten. Die Ausschreibungen für den ersten Bauabschnitt auf dem Gelände des ehemaligen Asyl-Zeltlagers direkt am Sportplatz laufen, auch hier sollen die Bagger im Frühjahr anrollen. Dann sei auch ein großer Spatenstich geplant, so Luppart. Er rechnet damit, dass beide Bauvorhaben – Gewerbegebiet und Bürgerhaus – im Jahr 2019 fertiggestellt werden können. „Dann wird es nach den vielen Jahren intensiver Debatten auch Zeit“, so der stellvertretende Bürgermeister und PWG-Chef in Pöcking.

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