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Beeindruckende Jugendgarde: Die Mädchen legten eine tolle Show hin, die Zuschauer in der Pöckinger Turnhalle waren begeistert.

Hummel, Käfer und fleißige Narren

Ein festliches Ereignis mit umjubelten Einlagen war am Samstag in Pöcking der Krönungsball des Faschingsclubs PFC. Auch viele jüngere Leute haben sich mit sichtlicher Begeisterung ins närrische Treiben gestürzt.

Pöcking – Plötzlich wird „Hummel, Hummel“ gerufen. So tolerant sind sie schon, die Pöckinger, dass beim Krönungsball ihres Faschingsclubs PFC auch der Hamburger Gruß akzeptiert wird, auch wenn die Antwort „Mors, Mors“ nicht zu hören ist. Es gibt sogar einen guten Grund: Die beiden Pöckinger Faschingsmatadore Horst Curth und Albert Luppart geben wieder gemeinsam eine Einlage – diesmal schwirren sie zum Vergnügen der mehr als 200 Besucher als Hummel und Marienkäfer durch die Tischreihen.

Das passt recht gut zum bienenfleißigen Deko-Team unter der Leitung von Anita Gallner, das die Turnhalle an der Beccostraße seit dem 27. Dezember mit wenigen Pausen in einen ansehnlichen Ballsaal verwandelt hat, wie PFC-Präsidentin Steffi Lörke lobt. Seit Jahren ist der PFC mit seinen Bällen nicht mehr in den Bundeswehrkasernen zu Gast. Aber deren früherer Kommandeur Brigadegeneral Helmut Schoepe und seine Frau Hella, die in Tutzing wohnen, gehören auch diesmal zu den treuen Gästen. Wie alle anderen Besucher kommen sie in der unterhaltsam moderierten Show voll auf ihre Kosten. Sowohl das Prinzenpaar Franziska II. und Simon I. als auch das Kinderprinzenpaar Amélie I. und

Niklas II. laufen trotz erkennbaren Lampenfiebers zu Hochform auf. So liefert beispielsweise die von Sabine Türkmen trainierte Kindergarde rasante Einblicke in eine „Vampirakademie“ und ein mitreißendes Geschlechter-Hin-und-Her „Jungs gegen Mädchen, nein Mädchen gegen Jungs“ nach der Musik eines Kinofilms. Die von Sandra Gallner betreute Jugendgarde „Mini Manias“ interpretiert famos und mit perfekten Figuren die Mahnung der Poetry-Slammerin Julia Engelmann: „Eines Tages werden wir zurückblicken auf all das, was wir hätten erleben können.“ Da ist auch Stephanie Schnitzler dabei, die 15-jährige Tochter des Bürgermeisters.

Mit seinem selbstbewussten Auftritt überrascht der Nachwuchs viele, und überhaupt fällt auf, dass zahlreiche jüngere Besucher im Publikum sind. Die von Franziska Curth trainierte PFC-Showtanzgruppe „the dancing mania“ schließlich knöpft sich mit einer brillanten Performance und vielen ideenreichen Details „Die Schöne und das Biest“ vor – ein Beleg dafür, dass nachdenklich stimmende Themen auch im Fasching ihren Platz haben. Am kommenden Samstag, 13. Januar, geht es in Pöcking wieder hoch her, da werden 260 Besucher beim Schwarz-Weiß-Ball in der Turnhalle erwartet. (nz)

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