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Faschingsshow im Internet

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Von: Sandra Sedlmaier

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Warten auf den großen Tag: Die Mini Mania mit Trainerin Sabine Türkmen übt seit Monaten für ihre Show und freut sich auf ihren Auftritt. 
Warten auf den großen Tag: Die Mini Mania mit Trainerin Sabine Türkmen übt seit Monaten für ihre Show und freut sich auf ihren Auftritt.  © PFC

Freude am Fasching kann man auch online ausleben, findet der Pöckinger Faschingsclub. Da keine Bälle stattfinden dürfen, zeigt der PFC die Shows der Dancing Mania und der Mini Mania als Livestream.

Pöcking – Corona und Fasching, das verträgt sich einfach nicht. Dennoch kann Steffi Lörke der aktuellen Situation etwas Positives abgewinnen. „In dieser Saison konnten wir zumindest mit Tests bis jetzt trainieren – in der vergangenen Saison war im Oktober Schluss gewesen“, sagt sie. An einen Ball, bei dem die Menschen bei alkoholischen Getränken Schulter an Schulter im Beccult sitzen und die Garden des PFC ihre Shows zeigen, ist natürlich bei der aktuellen Pandemie-Lage nicht zu denken. Deshalb gehen die Pöckinger Faschingsfreunde ins Internet. Am morgigen Samstag, 15. Januar, präsentieren sie ab 19.30 Uhr ihre Shows. Die Zugangsdaten sind am Samstag auf der Internetseite www.pfc.de abrufbar.

Die Aktiven der Dancing Mania und der Mini Mania aus Kinder- und Jugendgarde freuen sich, dass sie das zeigen können, womit sie sich seit Monaten beschäftigen. Für PFC-Präsidentin Lörke ist vor allem eine Botschaft wichtig: „Uns gibt es noch!“ Nachdem sie wenig Hoffnung hat, dass sich bis Anfang März die Corona-Lage verbessert hat, ist die Online-Show wenigstens ein kleiner Ausgleich für einen Live-Auftritt. „Vermutlich ist es der zweite Fasching in Folge, der ausfallen wird.“ Schon im Herbst hatte sich der Verein entschieden, sich für diese Saison kein Prinzenpaar und auch kein Kinderprinzenpaar zu suchen. Zu unsicher war die Situation.

Die Garden blieben jedoch am Ball und trafen sich regelmäßig zum Training. Was die Aktiven für dieses Jahr vorbereitet haben, bleibt wie immer ein Geheimnis – erfahrungsgemäß gibt es fantasiereiche Kostüme, fetzige Musik und mitreißende Tänze. Alle Tänzer werden sich – wie auch stets vor den Proben –getestet haben.

Natürlich ist eine Show im Internet nicht dasselbe, wie wenn man live dabei ist. Die Aktiven – 17 aus der Garde und neun Jugendliche und Kinder aus der Kindergarde – dürfen jeweils eine Begleitperson ins Beccult mitnehmen, dazu kommen geladene Gäste. Wobei unter ihnen zum Beispiel auch Vizebürgermeister, Kulturreferent und PFC-Urgestein Albert Luppart sei, erklärt Lörke. „Damit liegen wir von der Anzahl der Personen her noch unter den 25 Prozent Auslastung, die wir im Beccult haben dürfen“, berichtet die Präsidentin. Auch diese Vorschrift war mit ein Grund, warum sich der PFC für die Online-Version entschieden hat. „25 Prozent Auslastung im Saal machen eine Veranstaltung unmöglich – da entstehen Kosten, die wir überhaupt nicht stemmen können.“

Das war die letzte Show vor der Pandemie: die Damen und Herren der Dancing Mania des Pöckinger Faschingsclubs auf der Beccult-Bühne beim Krönungsball 2020. Dieses Jahr gibt es wieder eine Show, aber der Großteil des Publikums sitzt vorm Computer.
Das war die letzte Show vor der Pandemie: die Damen und Herren der Dancing Mania des Pöckinger Faschingsclubs auf der Beccult-Bühne beim Krönungsball 2020. Dieses Jahr gibt es wieder eine Show, aber der Großteil des Publikums sitzt vorm Computer. © Stefan Schuhbauer-von Jena

Live ist die Show trotzdem: Was die Damen und Herren der Garden auf der Bühne zeigen, wird zeitgleich ins Internet übertragen. Später soll die Show auch auf die PFC-Seite gestellt werden. „Unsere Aktiven wollen ja auch sehen, was sie gezeigt haben“, sagt Stefanie Lörke. Um die technische Umsetzung kümmern sich die Jüngeren aus dem Elferrat.

Der Abend am Samstag dient damit zweierlei Zwecken: damit die Fans und Faschingsbegeisterten sehen, dass sich etwas tut, und die PFC-Mitglieder, dass ihr Verein was auf die Beine stellt. „Ich bin so stolz auf unsere Aktiven, dass sie sich für die Darbietung entschieden haben und dran geblieben sind“, sagt Lörke. „Das Einzige, was von Anfang der Saison an klar war, war, dass alles weiter unklar bleibt.“

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