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Das Führungsteam des Kaiserin-Elisabeth-Museums (v.l.): Helga Weis, Gerhard Köstler, Roswitha Wenzl, Albert Luppart, Uschi Kriessler, Margit Link, Vorsitzende Rosemarie Mann-Stein und Dr. Ulrich März.

Kaiserin-Elisabeth-Museum Possenhofen

Neue Saison mit neuer Decke

Das Kaiserin-Elisabeth-Museum in Possenhofen hat seine Saison trotz Sicherungsmaßnahmen für die herabgestürzte Decke und Arbeitsgerüst gut hinter sich gebracht. Zur Wiedereröffnung im Mai 2018 wird das Museum voraussichtlich saniert sein.

Possenhofen – Voller Zuversicht sieht Rosemarie Mann-Stein, Museumsdirektorin und Vorsitzende des Kaiserin-Elisabeth-Museum-Vereins, der Zukunft des Sisi-Museums nach dem Deckensturz entgegen. Am 1. April hatten sich etwa zwei Quadratmeter der bedeutenden Stuckdecke im Königssaal im Possenhofener Bahnhof gelöst und durchschlugen eine Vitrine mit einigen Exponaten. Die Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten dieses Raumes sollen noch im Winter vor Start der neuen Saison am 1. Mai vonstatten gehen.

Derzeit sind eine Arbeitsplattform und ein Gerüst als Schutzvorkehrung im Königssaal aufgebaut. „Damit konnten wir während der Saison ohne Probleme den Raum nutzen“, sagte Mann-Stein in der Jahresversammlung des Vereins am Freitagabend. Um den Besuchern die historische Decke trotzdem näherzubringen, waren Detailaufnahmen auf einem Aufsteller zu sehen.

„Zur Vernissage im Mai entspricht das Museum dann10 hoffentlich wieder dem Standard, wie es vorher war“, sagte Pöckings Vizebürgermeister Albert Luppart. Dafür müssten auch in aufwendiger Arbeit die historischen Stuckelemente der Decke rekonstruiert werden, sagte Mann-Stein. Luppart hat für die Renovierungsarbeiten schon eine Firma ins Auge gefasst. „Die Firma, die auch die Sicherung angebracht hat, könnte genommen werden“, erklärte er. Die Gemeinde müsse noch zustimmen. Ihm liege am Herzen, dass der Museumsbetrieb weiterlaufe und der Saal nicht komplett ausgeräumt werden müsse. Das wäre mit der vorgeschlagenen Firma der Fall. Auch Gruppenführungen, die für diesen Winter gebucht sind, seien trotz der Restaurierungsarbeiten möglich.

„Die Zeit der Bearbeitung wurde auf acht bis zehn Wochen geschätzt“, erklärte Mann-Stein. Ihr sei bestätigt worden, dass die Lösung in jedem Fall die nächsten 40 bis 50 Jahre halten werde.

Die Ursachen des Deckensturzes sind unter anderem auf bautechnische Fehler um 1865 zurückzuführen. „Der Sturz wurde von einem Bündel von Einflüssen ausgelöst“, erklärte die Museumsdirektorin. So trugen auch die Vibrationen der vorbeifahrenden Züge zum Unglück bei.

Wie die Kosten für die Renovierung aufgeteilt werden, ist noch unklar. Der Bahnhof gehört einem Privatmann. Die Gemeinde Pöcking hat die Räume angemietet.

In der Versammlung wurde auch der Vorstand des Vereins  gewählt. Alle Vorstandsmitglieder wurden im Amt bestätigt: Vorsitzende ist Rosemarie Mann-Stein, ihre Stellvertreterin Margit Link, Schriftführerin Uschi Kriessler und Schatzmeister Dr. Ulrich März. Beiräte sind Roswitha Wenzl und Helga Weis, Kassenprüfer sind Albert Luppert und Gerhard Köstler.

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