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Geehrte, beförderte und ausgezeichnete Mitglieder der Feuerwehr Maising: sitzend von links Rudolf Stemmler, Joachim Benedikt, Martin Nirschl und Daniel Weiß, stehend von links Dennis Walther, Florian Dreisbach, Sebastian Ludwig, Sepp Kaspar, Kreisbrandrat Peter Bauch, Paula Pfeffer, Michael Polednik, Manuel Eickhoff, Klaus Gawellek, Thomas Golinski und Julian Shafiey.

Viele Einsätze 

Rekordjahr und gute Nachrichten für Feuerwehr Maising: Doch auch sie hat Probleme

Das Gerätehaus ist auf dem Weg, die Personalstärke ist besser als anderswo – bei der Feuerwehr Maising ist alles in Ordnung. Nur das Auto bereitet Sorgen.

Maising – Eine Feuerwehr wie aus dem Bilderbuch, doch auch sie hat Probleme: Wie stark der Zusammenhalt bei der Freiwilligen Feuerwehr Maising ist, zeigte allein schon die Teilnehmerzahl an der Jahresversammlung am Freitagabend – mehr als 70 der rund 100 Mitglieder kamen. 2018 war das einsatzreichste Jahr überhaupt mit auffallend vielen Brandeinsätzen. Fortschritte macht die Planung für ein neues Gerätehaus.

Kommandant Florian Dreisbach kann mit seiner Mannschaft sehr zufrieden sein. 37 Aktive sind es, darunter fünf Frauen, und sieben Jugendliche. Bei jedem Alarm standen im Schnitt sieben Kräfte im Gerätehaus, mehr als manche größere Wehr tagsüber aufbieten kann. Die meisten der 23 Einsätze mussten tagsüber gefahren werden, es war immer genug Personal vorhanden. „Wir sind da sehr sicher in Maising“, resümierte er. Siebenmal rückte die Wehr wegen Brandmeldeanlagen aus, nur dreimal war es ein echter Fehlalarm. „Wir sind glücklicher davongekommen als andere Wehren“, merkte er mit Blick auf Pöcking an. Stark beschäftigt hat die Maisinger auch der Brand mit einem Todesopfer in Pöcking, wenngleich sie zur zweiten Welle gehört hatten. Danach habe man sich noch bis spät in die Nacht ausgetauscht, sagte Dreisbach. Für Einsätze, Übungen und andere Aufgaben wendeten die Aktiven im vorigen Jahr fast 2100 Stunden auf – eine Zahl, die auch Kreisbrandrat Peter Bauch beeindruckte. Dreisbach jedoch mahnte seine Leute: „Es gibt viele, die immer da sind, viele, die öfter da sind, und einige, die nie da sind. Wir brauchen aber jeden.“

Seltene Ehrungen bei der Jahresversammlung

Vorstand Klaus Gawellek erinnerte an diverse Veranstaltungen mit und von der Feuerwehr. Maibaum-Aufstellen mit der Bundeswehr, Straßenfest Pöcking, 140 Jahre Feuerwehr Pöcking, Dult in Maising – alles hat geklappt. Auch die Dult, die erstmals auf dem Parkplatz beim Gasthaus Ludwig stattfand und nicht am See. Das habe bei Händlern und Besuchern Anklang gefunden, sagte er.

Der Verein hatte seltene Ehrungen zu vergeben. Max Wachter ist seit 65 Jahren dabei, konnte aber nicht kommen. Zu den drei Mitgliedern mit 70 Jahren Vereinszugehörigkeit – Joachim Benedikt, Martin Nirschl und Rudolf Stemmler – ging der Vorstand an den Platz und ließ sie nicht vortreten – eine Form der Würdigung. Dreisbach zeichnete Manuel Eickhoff und Julian Shafiey für zehn Jahre aktiven Dienst aus und Josef Kaspar für 25 Jahre. Seinen Vorgänger als Kommandant ehrte er für 47 Jahre aktiven Dienst – es war halt Zeit für eine Auszeichnung für Sebastian Ludwig.

Das Auto aus dem Jahr 1993 macht Sorgen

Bürgermeister Rainer Schnitzler fiel zu, einen weiteren Fortschritt beim Neubau des Gerätehauses zu vermelden: Das Bundesverteidigungsministerium habe vor wenigen Tagen bestätigt, dass die gewünschte Fläche am östlichen Ortsausgang (am Löschweiher) von der Bundeswehr nicht benötigt werde. Nun muss die Gemeinde mit Bundesbehörden über die Modalitäten der Übernahme verhandeln. Zahlen will Pöcking nämlich nichts, denn die Feuerwehren der Gemeinde sicherten den Brandschutz der Kaserne, die keine eigene Wehr hat. Für ein nötiges Bebauungsplanverfahren veranschlagt Schitzler mindestens ein Jahr. Im Haushalt 2019 sei Geld für die Planungen veranschlagt, bis 2022 sind zwei Millionen für den Bau vorgesehen.

Und das Auto? Das TSF-W von 1993 „läuft“, wie Dreisbach mit sorgenvoller Miene sagt – mehr aber auch nicht. Derzeit habe der Motor Probleme, und das Horn war auch schon mehrfach hin. „Ich will nichts Schlechtes über unser Auto sagen, aber es wird Zeit.“ Schnitzler sieht das zwar auch so, doch: Ohne neues Gerätehaus brauche die Gemeinde kein Fahrzeug bestellen. Neue Fahrzeuge, wie Maising eines braucht, passen in die jetzige Garage nämlich nicht hinein.

ike

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