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Oberstleutnant Rene Künzel erklärt die neue Anlage.

General-Fellgiebel-Kaserne

Riesencampus mitten im Grünen

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Pöcking/Feldafing - Es wird ernst mit der Zusammenführung der Bundeswehrstandorte Feldafing und Pöcking. In der General-Fellgiebel-Kaserne wird bereits emsig gebaut. Zu Besuch auf der Riesenbaustelle.

Mitten in der Kaserne ist außerhalb der Kaserne. Die gigantische Baustelle im Herzen der General-Fellgiebel-Kaserne in Pöcking ist komplett eingezäunt. Damit die Bauarbeiter und die zahllosen Lastwagen nicht alle durch die Sicherheitskontrolle müssen. Die Zeit drängt, 2020 muss alles fertig und die Feldafinger Kaserne geräumt sein. Bis dahin ist noch viel zu tun.

Derzeit ist die Firma Otto Heil aus Bad Kissingen damit beschäftigt, das Herz des neuen Campus zu errichten: Ein riesiges Hörsaalgebäude und ein kaum kleineres Bürogebäude ensteht hier für knapp 50 Millionen Euro. Nach Fertigstellung im dritten Quartal 2019 sollen hier auf einer Gesamtfläche von 6336 Quadratmetern insgesamt 83 Lehrsäle, davon 35 Speziallehrsäle mit hochmoderner Informations- und Kommunikationstechnik, entstanden sein. Geplant ist auch eine große Aula, die auch für Veranstaltungen genutzt werden kann und – in Zeichen internationaler Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften – auch über eine Simultandolmetscher-Anlage verfügen wird. Dazu ein begehbares Dach mit Antennentechnik, die von den Lehrgangsteilnehmern vor Ort eingestellt werden kann. Nebenan im angrenzenden Bürogebäude (der kleinere Quader) entstehen im Bürogebäude 286 Dienst- und 42 Funktionsräume. Ebenfalls geplant ist eine neue Aula, berichtet der Kasernenkommandant Oberstleutnant René Völkel.

Ende 2020 soll Kaserne Feldafing leer sein

Der Zeitplan ist eng, aber machbar. Die Gemeinde Feldafing plant schon seit Jahren, was auf dem Gebiet der heutigen Kaserne passieren soll, wenn die Bundeswehr die Ausbildung ihres IT-Nachwuchses und der Offiziere ganz in Pöcking konzentriert.

Doch neben dem riesigen Campuskomplex wird noch mehr gebaut auf dem Kasernengelände. Ab Mai 2017 werden zwei neue Unterkunftsgebäude errichtet, in denen bis zu 240 Soldaten Platz finden werden. Drei Monate später startet der Bau der neuen, großen Turnhalle. Parallel dazu wird die bestehende Mehrzweckhalle, die mit Ach und Krach die Anforderungen an eine Turnhalle erfüllt, ebenfalls umgebaut. Hier werden zwei Fitnessräume eingebaut. Das alles so nahezu zeitgleich fertig, damit dann der hoch komplizierte Umzug beginnen kann.

„Das wird eine Operation am offenen Herzen“, kündigt Kasernenkommandant Völkel an. Denn der Ausbildungsbetrieb muss ganz normal weiterlaufen – ohne komplizierte Rechner- und Kommunikationstechnik und insbesondere die Experten, die sie bedienen, geht nichts mehr bei der Bundeswehr.

Und diese Experten werden – quer durch alle Dienstgrade – allesamt in Feldafing und Pöcking ausgebildet. Auch während des Umzugs, wenn die sensible Technik an einem Standort teilweise ab- und am anderen wieder aufgebaut werden muss. Deswegen wird der Umzug rund sechs Monate dauern, bis dann Ende 2020 das Kasernengelände in Feldafing komplett verwaist sein wird.

Bis dahin allerdings wird noch viel Beton gegossen, Estrich gestrichen und kilometerlange Kabel gelegt werden müssen. Insgesamt 100 Millionen Euro, so lauten vorsichtige Schätzungen, werden am Ende in der Kaserne verbaut worden sein.

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