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Lebensgefahr am Steg: Polizei holt Buben aus Starnberger See

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Neues Elektroschiff "Berg" der Bayerischen Seenschifffahrt
Groß und schwer, können die Dampfer der Seenschifffahrt vor allem beim An- und Ablegen Schwimmern nicht ausweichen - deswegen ist Baden an Dampferstegen lebensgefährlich. © Ursula Düren

An Anlegestellen der Seenschifffahrt am Starnberger See tummeln sich Badegäste oder Jugendliche, die von Stegen ins Wasser springen - das ist lebensgefährlich. Die Polizei schritt nun ein.

Possenhofen – Vor einigen Tagen hatte die Seenschifffahrt Badende aufgefordert, sich von Stegen und Schiffen fernzuhalten – zu groß ist die Gefahr. Bei einigen Jugendlichen hat das nicht gefruchtet, denn sie mussten am Donnerstag von der Polizei vom Anlegesteg in Possenhofen geholt werden. Ihnen drohen empfindliche Strafen – ein Schiff konnte wegen ihnen nicht anlegen.

Wegen Jugendlichen: Schiff kann an Starnberger See nicht anlegen

Der Kapitän hatte gegen 16 Uhr anlegen wollen, doch ihm war das Risiko zu groß. Über die Schifffahrt in Starnberg informierte er die Polizei, da „eine Vielzahl von Jugendlichen über die Absperrung des Anlegesteges kletterten und von dort aus in den See sprangen.

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Auch durch die Ankunft des Fahrgastschiffes ließen sie sich davon nicht abbringen“, berichtete Kai Motschmann von der Starnberger Inspektion. Als eine Polizeistreife kurz darauf eintraf, habe sie acht Buben im Alter zwischen 14 und 16 Jahren angetroffen, die von den Anlegepollern ins Wasser gesprungen waren.

Schiffe am Starnberger See blockiert: Jugendlichen droht Ärger

„Da alle bereits strafmündig sind, erwarten sie nun Anzeigen wegen eines Verstoßes gegen die Bayerische Schifffahrtsordnung. Außerdem wird geprüft, ob wegen des Aufenthaltes hinter der Absperrung auf dem Steg sogar ein Hausfriedensbruch vorliegen könnte“, so Motschmann. Ob die Schifffahrt Schadensersatzansprüche stellen werde, war der Polizei nicht bekannt.

Die Polizei warnte erneut vor solch lebensgefährlichem Unfug. „Ein Fahrgastschiff entwickelt beim An- und Ablegen enorme Druck- und Sogwirkungen, dass ein Schwimmer, der dem Schiff zu nahe kommt, keine Chance hat, dagegen anzuschwimmen“, erklärte Motschmann. Ein Ausweichen des Schiffs bei dessen Gewicht sei kaum möglich. Solche Feststellungen machen Schifffahrt und Polizei an den meisten Dampferstegen am See.

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