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Seltenes Schauspiel: eine Windhose auf dem Starnberger See zwischen Possenhofen und Leoni.

Naturschauspiel im Dauerregen

Seltenes Wetterphänomen: Tornado fegt über Starnberger See -  „Es war sehr schön anzuschauen“

Ein Naturschauspiel gab es am Starnberger See zu beobachten: Eine Windhose hat sich am Sonntagnachmittag gebildet.

Update vom 10. September, 9.53: Erst zweimal hat Walter Kohlenz von der DLRG Pöcking-Starnberg eine Windhose am Starnberger See gesehen. Am vergangenen Sonntag und 2017. Er muss es wissen: Seit 1994 ist er bei der Wasserrettung. 

Am Sonntag hatte er zusammen mit Kollegen Rettungswachdienst. Plötzlich sagt sein Kollege: „Boa, schau mal raus!“. Sie gehen vor die Tür, es regnet heftig. Dann sehen sie das Naturspektakel.

„Es war sehr schön anzuschauen“, sagt Kohlenz. Das Wasser aus dem See habe sich eingedreht, die Säule habe pulsiert, ist immer wieder breiter und dünner geworden.  

„Gefährlich war die Wasserhose aber nicht“, meint Kohlenz. Nicht wie in Tornado-Filme. Als ungeübter Schwimmer könne man am Wasser-Tornado aber leicht die Orientierung verlieren. Der Wassernebel würde nämlich die Sicht verschlechtern. 

Wasserhosen entstehen, wenn die Wasseroberfläche wärmer ist, als die Luft darüber. Die Thermik zieht das Wasser nach oben. „Das Wasser hatte am Sonntag 16 Grad, die Luft nur neun“, sagt Walter Kohlenz. 

Eine Windhose am Starnberger See von vor zwei Jahren. 

„Beeindruckend“: Wasserhose fegt über den Starnberger See

Erstmeldung vom 8. September:

Possenhofen - Starker Wind wehte nicht, es regnete aber in Strömen - und dabei hat sich auf dem Starnberger See eine Windhose gebildet. „Beeindruckend“, kommentiere Walter Kohlenz von der DLRG Pöcking-Starnberg, die mit anderen Ehrenamtlichen das Phänomen von der Wachstation in Possenhofen aus beobachtete. Die DLRGler haben auch das Foto geschossen. Gegen 15:45 Uhr hatte sich am Sonntag eine rund 40 Meter hohe Windhose aufgebaut. So bezeichnet man einen Tornado, der über einer Wasserfläche entsteht.

Possenhofen: Tornado fegt über den Starnberger See

Er habe nicht gesehen, wie sich das Phänomen gebildet habe – aber etwa zehn Minuten war der Schlauch zu sehen, pulsierte ein wenig und löste sich auf. Als sich die Windhose auflöste, fuhr die „Seeshaupt“ daran vorbei. Eine Gefahr war die Windhose für niemanden – der See war wie leergefegt.

Auch ein Tornado bildete sich einmal am Starnberger See - an einem ruhigen Samstag. Einige Leute wurden Zeugen des Wetterphänomens. Ebenfalls am Starnberger See sorgte Blütenstaub für ein Naturschauspiel. Die Luftaufnahmen waren spektakulär.

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