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Die kleinere Anlage unterhalb der Straße soll durch abschließbare Boxen ersetzt werden. Wann, ist aber noch unklar. 

Bahnhof Possenhofen

So schnell wie möglich neue Radlständer

So schnell wie möglich, aber wohl nicht mehr in diesem Jahr wird die große Fahrradabstellanlage am Bahnhof Possenhofen erneuert und erweitert. Der Austausch der zweiten dauert länger – und die barrierefreie Haltestelle für die Busse wird noch später realisiert werden können.

Possenhofen – Gute Nachrichten für Pendler: Am Bahnhof in Possenhofen sollen spätestens im kommenden Jahr 76 neue Fahrradabstellplätze entstehen. Das hat der Bauausschuss des Pöckinger Gemeinderates beschlossen. Bei anderen Teilen der Umgestaltungspläne jedoch gibt es Schwierigkeiten.

Planerin Martina Schneider stellte dem Ausschuss am Montagabend neue Varianten vor, sortierte einige aber sofort aus. Der Grundplan: Die obere Anlage wird abgerissen und etwas größer neu gebaut. Verwendet werden sollen so genannte ADFC-Ständer. Der Radfahrer-Verband hat eine Liste veröffentlicht mit Systemen, die er empfiehlt. Dem will Pöcking folgen. Die Fahrradständer sollen ein einfaches Dach erhalten, beleuchtet und in einem Abstand von 50 Zentimeter installiert werden. 30 Zentimeter gibt es auch, doch riet Schneider davon ab: „Weniger ist nicht zu empfehlen, sonst werden die Ständer nicht angenommen.“ Doppelstöckige Abstellsysteme schieden schnell aus, weil man das Fahrrad hochwuchten müsste. Das wollten die Pöckinger den Fahrradfahrern dann doch nicht zumuten. Der Ausschuss votierte dafür, schnell die Ausführungsplanung zu erstellen, über den Winter auszuschreiben und im nächsten Jahr zu bauen. „Wir sollten möglichst viele Fahrräder unterbringen“, erklärte Bürgermeister Rainer Schnitzler. Nach einer groben Kostenschätzung schlägt die Erneuerung mit rund 100 000 Euro zu Buche.

Zwischen dem Weg und den Bahngleisen sollen zudem mittelfristig Fahrradboxen gebaut werden – dort, wo sich derzeit die zweite, kleinere Abstellanlage befindet. „Eine sinnvolle Ergänzung“, fand Schnitzler. Jedoch müssen zwei Fragen zuvor geklärt werden: Die Gemeinde braucht Flächen der Bahn, und wie die Boxen belegt werden sollen, ist noch nicht entschieden. Schneider regte an, mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) zu verhandeln. Denn: Der Kreis will flächendeckend das MVG-Leihradsystem einführen, für das es eine Smartphone-App zum Ausleihen gibt. Für die 18 Boxen am Bahnhof Possenhofen, die im ersten Schritt geplant sind, lohne eine eigene App nicht, mahnte die Planerin, weil sie viel Aufwand für die Verwaltung bedeute. Die App könnte um das Anmieten der Fahrradboxen erweitert werden. Das will die Verwaltung prüfen.

Denkbar sei auch, sagte Schneider, die Boxen mit Münzsystemen auszustatten oder fest zu vermieten. Bei Ersteres bestehe jedoch die Gefahr, dass die Boxen lange blockiert wären und es hohen Aufwand bedeuten würde, sie bei Ablauf der Zeit zu räumen. Bei Zweiterem könnten die Boxen lange Zeit ungenutzt sein – etwa, weil der Mieter nur werktags mit dem Rad zur S-Bahn fährt.

Bei den beiden anderen Komponenten der Umgestaltung des westlichen Bahnhofsumfeldes musste der Ausschuss zähneknirschend vertagen. Denn: Der gewollte barrierefreie Bushalt ist an der heutigen Stelle nicht machbar, weil die Busse wegen Kurven nicht nahe genug an die Haltestelle heranfahren könnten. Vorgabe sei, erklärte Martina Schneider, dass der Bus fünf Zentimeter vom Randstein entfernt halte. Bei den möglichen Kurvenradien und der von den Busunternehmen geforderten Möglichkeiten, von beiden Seiten an die Haltestelle heranfahren zu können, ergäben sich jedoch 15 Zentimeter Abstand. Dann müssten die Busfahrer aussteigen und die Rampe am Bus herunterlassen – barrierefrei ist anders. Schneider zufolge lassen sich die Ziele nur umsetzen, wenn der Bushalt parallel zu den Gleisen liegt.

Das will sich der Ausschuss erst mal vor Ort ansehen. Ebenso wie die Möglichkeiten für eine Querungshilfe über die Hindenburgstraße, denn auch die ist vertrackt. Eine vom Gemeinderat gewünschte Variante südlich der Einmündung Waldstraße hat Schneiders Einschätzung nach einige Nachteile: Die Barrierefreiheit sei kaum zu leisten, weil auf der Nordseite eine Treppe wohl bleiben werden müsse. Zudem müssten Schulkinder erst die Treppe runter, über die Straße, dann den Weg wieder hoch zu Bus und Bahn. Es sei nicht anzunehmen, dass das klappt. Eine andere Variante nördlich der Einmündung hingegen wäre sicher und würde auch funktionieren, sagte Schneider, wäre aber weiter vom Bahnhof entfernt.

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