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Es herrscht Betretungsverbot für das Bundeswehrgelände

Sperrzone Standortübungsplatz: Bereich als militärisches Sperrgebiet ausgewiesen

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Die Bundeswehr warnt vor dem Betreten der Fläche, der Standortübungsplatz ist gesperrt. Doch in die Maisinger Schlucht kann man gehen - auf eigene Gefahr.

Pöcking – Der Standortübungsplatz der Bundeswehr am Maxhof war eigentlich immer schon für die Öffentlichkeit gesperrt, doch so ganz genau hat man das nicht genommen. Das hat sich geändert: Seit 26. Januar ist der Bereich als militärisches Sperrgebiet ausgewiesen. Darauf weist der Standortälteste, Oberst Rainer Simon, noch einmal in einer Pressemitteilung hin. Die Maisinger Schlucht, die offiziell auch militärischer Bereich ist, soll für die Öffentlichkeit weiter zugänglich sein – allerdings auf eigene Gefahr.

Standortübungsplätze werden nach Auskunft von Presseoffizier Meik Rosenberger bundesweit gesperrt. In Pöcking sei es nicht geplant, einen Zaun um das Gelände zu errichten. „Aber alle paar Meter steht ein Schild, das auf den militärischen Bereich hinweist.“ Hintergrund sei, dass auf dem Platz eben militärische Übungen abgehalten würden. „Dabei wird geschossen, wenngleich mit Übungsmunition“, erklärt Rosenberger. Das komme darauf an, welche Truppen üben. „Es kommen auch moderne Waffen, zum Beispiel mit Laser, zum Einsatz.“ Zivilisten könnten sich dabei verletzen. Deshalb gelte für den Standortübungsplatz Maxhof ab sofort ein „absolutes Zutrittsverbot“ für nicht berechtigte Personen. Sollte jemand dieses Verbot ignorieren, könne es durchaus Probleme geben. „Das ist dann wie Hausfriedensbruch, dann übt der Kasernenkommandeur das Hausrecht aus“, erklärt Rosenberger.

Bereich kann außerhalb der Übungszeiten auf eigene Gefahr betreten werden

Die nördlich des Übungsplatzes gelegene Maisinger Schlucht ist ebenfalls militärisches Gelände. Der dort gelegene, extrem beliebte Spazier- und Wanderweg soll weiter öffentlich zugänglich sein. Damit berücksichtige man die Interessen der Bürger, heißt es in der Mitteilung der Bundeswehr. Dieser Bereich sei weiterhin nutzbar und könne auch weiterhin außerhalb von Übungszeiten auf eigene Gefahr betreten werden

In der Pressemitteilung erklärt die Bundeswehr diesen Schritt mit „sich stetig ändernden Rahmenbedingungen der Bundeswehr, steigendem Übungsbetrieb und die daraus resultierende intensivere Auslastung des Übungsgeländes“.

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