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Die Turnhalle der Grundschule war am Dienstagabend voll besetzt.

Infoveranstaltung

Über 300 Pöckinger bei Asyl-Infoabend

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Pöcking - Die Infoveranstaltung zum Bau der Containeranlage an der Maisinger Straße in Pöcking am Dienstagabend war bestens besucht. Große Kontroversen blieben weitgehend aus.

300 Stühle hatte die Gemeinde vor Beginn der Veranstaltung in der Turnhalle der Grundschule aufstellen lassen - sie reichten nicht. Das Interesse an Informationen über die zukünftige Unterbringung der Asylbewerber in Pöcking war groß. Gemeinde und Landkreis erwiesen sich als hervorragend vorbereitet und boten umfangreiche Informationen an. So wurde noch einmal genau erklärt, warum man sich für eben diesen Standort entschieden habe, wurde allerhand Statistik zu den momentan 103 Asylsuchenden im Ort geboten. Interessant: Bereits 61 Prozent der Pöckinger Asylbewerber hat bereits eine feste Arbeit, ist in einer Ausbildungs- oder Qualifizierungsmaßnahme, ist im Rahmen eines Ein-Euro-Jobs tätig oder geringfügig beschäftigt.

Die anschließende Debatte lief offen, kritisch, aber fair ab. Die Anwohner der Bürgermeister-Grenzebach-Siedlung kritisierten vor allem die Informationspolitik von Gemeinde und Landkreis im Vorfeld der Standortentscheidung. Beide räumten dabei auch Defizite ein, erläuterten aber, dass sie keine andere Wahl gehabt hätten. Die Arbeiten am Containerdorf laufen, im November soll vor dem Einzug ein "Tag der offenen Tür" für die Pöckinger veranstaltet werden. Bis dahin wird noch ein geeigneter Name gesucht: "Bürgermeister-Schnitzler-Siedlung wäre zu viel der Ehre", leistete sich Bürgermeister Rainer Schnitzler einen kleinen Seitenhieb auf die Protestplakate der Anwohner der Maisinger Straße.

Die Anwohner der Bürgermeister-Grenzebach-Siedlung haben, wie berichtet wurde, ihrerseits jetzt auch Fakten geschaffen: Drei Klagen gegen den Bau des Containerdorfes sind anhängig.

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