Mit der Flugdrohne kann die DLRG Einsatzorte von oben bereits erkunden. Nun soll eine Unterwasser-Drohne folgen.
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Mit der Flug-Drohne kann die DLRG Einsatzorte von oben bereits erkunden. Nun soll eine Unterwasser-Drohne folgen.

Neue Anschaffung

Unterwasser-Drohne der DLRG: Pöcking zahlt kräftig mit - Mehr Sicherheit bei Taucheinsätzen erhofft

  • Stephan Müller-Wendlandt
    vonStephan Müller-Wendlandt
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  • Michael Stürzer
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Mit einer Unterwasser-Drohne will die DLRG Pöcking-Starnberg Taucheinsätze im Starnberger See künftig sicherer machen. Die Kosten sind hoch, die Gemeinde will helfen.

Pöcking – Die DLRG Pöcking-Starnberg plant die Anschaffung einer Unterwasser-Drohne, die bis auf den Grund des Starnberger Sees tauchen kann. Dafür werben die Ehrenamtlichen um Vorsitzenden Walter Kohlenz derzeit um Sponsoren – auch bei der Gemeinde Pöcking.

Die DLRG hatte einen Zuschuss von der Gemeinde erbeten. Die Drohne und ein Ortungssystem für Taucher kosten 48 000 Euro. Zwischenzeitlich hat sich ein Spender bereit erklärt, 10 000 Euro beizusteuern. Auf die Frage von Bürgermeister Rainer Schnitzler, in welcher Höhe der Ausschuss einen Zuschuss billigen würde, sprang Albert Luppart (PWG) der DLRG zur Seite. Der Verein nutze bereits erfolgreich eine Drohne an Land, besser gesagt in der Luft, um Hilfe bei Notfällen zu geben. Das Gerät werde auch bei Rettungseinsätzen anderer Hilfsorganisationen, wie Feuerwehr und Wasserwacht, zur Verfügung gestellt. Der Vize-Bürgermeister plädierte dafür, der DLRG 10 000 Euro zur Verfügung zu stellen.

10.000 Euro vonseiten der Gemeinde? Räte sind sich einig

Felix Erhard (PWG) bekräftigte die Aussage seines Fraktionskollegen. Die Drohne werde wertvolle Unterstützung leisten, um unter Wasser nach verunglückten Schwimmern und Wassersportlern zu suchen, bevor sich Taucher auf die Suche begeben müssten. Auch bei der Ortung von havarierten Booten könne die Drohne Einsätze menschlicher Retter minimieren. Lupparts Vorschlag folgte der Ausschuss ohne Gegenstimme.

Die Anschaffung der Unterwasser-Drohne, die etwa die Größe eines mittelgroßen Koffers hat und an einem Kabel bis in 150 Meter Tiefe vordringen kann (die tiefste Stelle des Starnberger Sees liegt bei 128 Meter), soll vor allem Rettungskräfte und DLRG- sowie andere Taucher schützen. Die Drohne kann Gebiete absuchen – nach Vermissten oder Wracks –, ohne dass sich Taucher in Gefahr begeben müssen. Sie kann auch Suchraster abschwimmen, und das weit schneller als Taucher. Zudem dürfen Rettungstaucher nur bis in 30 Meter Tiefe.

Drohne soll Einsatztaucher unterstützen, nicht ersetzen

Die Drohne zeigt den Rettern auf den Booten oder an Land per Video, was unter Wasser vorgeht – wie die Flugdrohne der DLRG von oben. „Wir wollen damit die Wasserrettung nach vorn bringen“, sagt Kohlenz.

Die Drohne soll auf einem Fahrzeug stationiert werden, kann also auch an anderen Gewässern eingesetzt werden. „Sie ergänzt die Einsatztaucher, ersetzt sie aber nicht“, erklärt der DLRG-Chef. Die Drohne kann aber auch dank eines Greifarms bei Bergungen eingesetzt werden oder bei der Kartierung von Bojensteinen. Die DLRG hat auch bei anderen Kommunen um Zuschüsse gebeten. Die Anschaffung eines solchen Gerätes ist seit Jahren Thema am See. ike/mül

Beschaffung der Unterwasser-Drohne: DLRG-Spendenkonto

Wer die Beschaffung unterstützen will, kann spenden auf das Konto der DLRG Pöcking-Starnberg bei der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg, IBAN DE14 7025 0150 0430 0650 11.

ike/mül

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