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So soll der Saal des Bürgerhauses aussehen.

Gemeindeverwaltung Pöcking

Wie geht es weiter mit dem Bürgerhaus?

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In der Gemeinde Pöcking sollen heuer und in den kommenden Jahren gleich mehrere große Bauprojekte realisiert werden. Doch wie geht das ohne Bauamtsleiter?

Pöcking – Die Nachricht kam Mitte April überraschend: Die Gemeinde Pöcking hatte sich sowohl vom bisherigen Bauamtsleiter als auch dessen Stellvertreter mit sofortiger Wirkung getrennt (wir berichteten). Stellt sich die Frage, wie die anstehenden Bauprojekte ohne Bauamtsspitze umgesetzt werden sollen.

„Ganz normal“, sagt der Zweite Bürgermeister der Gemeinde, Albert Luppart, im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Bisher gebe es keinerlei Verzögerungen bei der Entwicklung des Gewerbegebietes am Schmalzhof oder dem Bau des Hauses der Bürger und Vereine. „Bürgermeister Rainer Schnitzler – dereinst selbst Bauamtsleiter in Pöcking – steht in engem Kontakt mit den Architekten und Projektmanagern des Bürgerhauses“, so Luppart.

Das Verfahren laufe also ganz normal weiter, rund zwei Drittel aller Bauleistungen würden gerade ausgeschrieben, berichtete er weiter. „Wenn alles glatt geht, kann heuer im Herbst der Spatenstich für den Bau des jahrzehntelang geplanten Bürgerhauses erfolgen“, sagte Luppart weiter.

Vier bis fünf Bewerber in der Endrunde

Parallel dazu suche man nach Nachfolgern für die im April entlassenen Mitarbeiter im Bauamt. „Zunächst konzentrieren wir uns darauf, das Amt des Bauamtsleiters neu zu besetzen. Vier bis fünf Bewerber sind in der engeren Auswahl. Mit denen werden in den kommenden Wochen intensive Gespräche geführt.“ Ist die Stelle des Chefs vergeben, könne man daran gehen, die des technischen Leiters zu besetzen. Beide sollen sich ja dauerhaft ergänzen und unterstützen. Das ganze Prozedere könne sich durchaus noch etwas hinziehen, so der stellvertretende Bürgermeister. Das liege nicht zuletzt daran, wann die neuen Mitarbeiter schlussendlich verfügbar wären. Er rechne aber damit, dass beide noch heuer ihren Dienst antreten. „Wir haben mit unserem Geschäftsleiter Sven Neumann seit vergangenem Jahr einen neuen, engagierten Personalverantwortlichen“, so Luppart. Mit den Neuzugängen im Bauamt biete sich die Gelegenheit, die Verwaltung zukunftssicher aufzustellen.

Großzügige Zuschüsse für Vereine eingeplant

Unterdessen laufen auch die Gespräche mit den Vereinen, die in Zukunft das Haus der Bürger und Vereine nutzen sollen, weiter. „Mit den Schützen sind wir schon ziemlich weit gekommen“, so Luppart gestern. Laut Kalkulation sollen die beiden Schützenvereine, die in Zukunft gemeinsam den Schießstand im Vereinshaus nutzen sollen, insgesamt 80 000 Euro der Baukosten übernehmen. Im Vorfeld hatte sich bei den Vereinen deutlicher Unmut ob dieser Summen geregt (wir berichteten). „Mittlerweile haben die Schützen ein Sonderkonto eingerichtet und bei den Dachverbänden Zuschüsse beantragt. Zudem sind wir im Gespräch darüber, welche Arbeiten die Vereinsmitglieder gegebenenfalls in Eigenleistung erbringen können“, so der PWG-Vorsitzende aus Pöcking.

Die Gespräche mit den Verantwortlichen bei der Blaskapelle würden demnächst ebenfalls aufgenommen werden. „Ich werde als Kulturreferent natürlich anbieten, dass ich die Musiker beim Fundraising unterstützen werde“, versprach Luppart. Insgesamt 38 000 Euro sollen nach Rechnungen der Projektsteuerer von „companeer“ die Mitglieder der Kapelle beisteuern. Dass beide Beträge illusorisch hoch sind, hatte auch der Gemeinderat bereits in den Haushaltsberatungen erkannt. Und vorsorglich schon einmal einen Zuschuss von 50 000 Euro für die Schützen und 20 000 Euro für die Blaskapelle eingeplant. Bedeutet unterm Strich, dass die Schützen mit Eigenleistungen und Barmitteln 30 000 Euro selbst aufbringen müssen und die Blaskapelle schauen muss, dass sie rund 18 000 Euro an Spenden organisiert.

Schützentag 2019 im Bürgerhaus?

Ebenfalls noch unklar ist, wie genau der Betrieb der neuen Gastronomie im Bürgerhaus aussehen soll. Derzeit befinde man sich in intensiven Verhandlungen mit dem Sportclub Pöcking, der die neue Gaststätte übernehmen soll. Sicher ist, dass die Zeit drängt: Die Schützen wollen Mitte 2019 den Schützentag schon in ihrem neuen Zuhause begehen.

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