Topografie, die Namen der Gipfel und eine geologische Erklärung, warum es hier so schön ist: Die Gemeinde Pöcking will den Ausblick von Possenhofen aus mit einer dreigeteilten, durchsichtigen Schautafel aufwerten.  Skizze: Gemeinde Pöcking
+
Topografie, die Namen der Gipfel und eine geologische Erklärung, warum es hier so schön ist: Die Gemeinde Pöcking will den Ausblick von Possenhofen aus mit einer dreigeteilten, durchsichtigen Schautafel aufwerten.

Service für Besucher

Würdigung für magischen Ausblick

  • Stephan Müller-Wendlandt
    vonStephan Müller-Wendlandt
    schließen

Die Magie des See- und Alpenblicks am Schloss Possenhofen will die Gemeinde Pöcking mit einer großen, durchsichtigen Erklärungstafel würdigen.

Possenhofen – Die Gemeinde Pöcking will den von der Zukunftswerkstatt angestoßenen Identifikationsprozess um ein weiteres „außergewöhnliches“ Element erweitern, wie es der Kommunikations- und Medienberater Dr. Rudolf Huber (Augsburg) ausdrückte. Es geht um ein Alpenpanorama, das auf dem Seegrundstück der Gemeinde auf Höhe von Schloss Possenhofen aufgestellt werden soll.

Huber erläuterte in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses des Gemeinderats am Dienstag das an ein Triptychon erinnernde Alpenpanorama. Ein weißes Gestell aus Edelstahl (drei Meter breit, 2,10 Meter hoch) trägt drei gleichgroße Scheiben aus bruchsicherem Panzerglas. Auf der linken Scheibe wird ein mehrdimensionales Profil der Landschaft dargestellt, die sich dem Betrachter vom Standort des Panoramabildes aus bietet – allerdings aus der Vogelperspektive, um die unterschiedlichen Berghöhen und Täler der Region darzustellen. Das rechte Glas beinhaltet ein Foto der Bergkette, das vom Standort des Betrachters aus bei Föhn geschossen wurde. Und in der Mitte erläutert der Textteil die Entwicklung der Landschaft und verrät Details über die Gemeinde Pöcking. Über die gesamte Glasfläche hinweg zieht sich eine Linie, die die Kontur des durch die Scheiben erkennbaren realen Bergpanoramas nachzeichnet. Die Bergspitzen sind markiert und benannt.

Das Projekt fand grundsätzlich allgemeines Lob im Ausschuss. Dennoch gab es einzelne Bedenkenträger. Albert Luppart (PWG) sorgte sich, der „Kasten“ könne den Blick der Passanten auf See und Berge verstellen. Deshalb soll vor der endgültigen Aufstellung des Alpenpanoramas vor Ort der Standort unter die Lupe genommen werden. Christian Fries (Grüne) hatte „Bauchschmerzen“ wegen möglichen Vandalismus’. Diese Schmerzen konnte Huber ein wenig lindern mit dem Hinweis, dass es sich bei den Scheiben um Verbundsicherheitsglas handele. Zudem sei seines Wissens und seiner Erfahrung nach ein öffentliches Mobiliar weniger von Beschädigung betroffen, je wertvoller es sei. Darin bestätigte ihn auch Luppart. Feierwütiges Volk halte sich in der Regel an und auf den Stegen 1 bis 4 im Erholungsgebiet „Paradies“ auf, dort seien dann auch am ehesten Schäden und Verschmutzungen festzustellen. Das Seegrundstück der Gemeinde in Possenhofen habe keinen Steg und sei ein friedlicher Ort, „deshalb gehe ich dort am liebsten zum Schwimmen“.

Kerstin Treptow, unterstützt von Barbara Baumer (beide PWG), regte an, auf jeden Fall den Textteil in mehreren Sprachen anzubieten – sinnvollerweise auf der Internetseite der Gemeinde, die interessierte Betrachter beim Alpenpanaroma dann mit ihren Smartphones per QR-Code aktivieren könnten. Auch diese Anregung nahm Bürgermeister Rainer Schnitzler mit in den einstimmigen Beschluss auf.

Auch interessant

Kommentare