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Die Leitung war’s: Fehlende Muttern haben zur schlechten Bewertung der B 2-Brücke bei Pöcking geführt. 

Zustand der B 2-Brücke bei Pöcking-Nord

Schraube locker

Pöcking – Die Gründe für den angeblich schlechten Zustand der B 2-Brücke an der Ausfahrt Pöcking-Nord.

„Nicht ausreichend“ sagt eigentlich alles und verheißt nichts Gutes. Die Brücke der B 2 an der Ausfahrt Pöcking-Nord hat genau diesen Status, ergab eine Auswertung von bundesweiten Daten über Brückenprüfungen – als einzige Bundesstraßen-Brücke im Landkreis. Davon gibt es acht. Die reinen Daten jedoch sagen nichts über die Gründe für die Einstufung aus, und die sind im Falle Pöcking durchaus kurios.

An einer Leitung fehlten einige Muttern

„Die Welt“ hatte die Daten ausgegraben und komplett veröffentlicht. Während selbst die bekanntermaßen marode B 2-Brücke über die Würm, die in den kommenden Jahren erneuert werden soll, als ausreichend eingestuft worden war, soll in Pöcking-Nord die schlechteste Brücke stehen? Michael Kordon, Leiter des zuständigen Staatlichen Bauamts Weilheim, konnte das nicht glauben. Die Einstufung stammt vom Herbst vorigen Jahres. Die Brücken werden, erklärt er, alle drei und sechs Jahre zwei unterschiedlich intensiven Prüfungen unterzogen, die vielfach von Ingenieurbüros vorgenommen werden. Dabei habe jene Brücke eine 3,0 bekommen – bis 2,9 wäre es noch ein „ausreichend“ gewesen. 

Die Ursache für die miese Note der Pöckinger Brücke sei nicht das Bauwerk selbst gewesen – es stammt aus dem Jahr 1996 und ist damit im besten Brücken-Alter –, sondern die Befestigung der Abwasserleitung unter der Fahrbahn. An der fehlten einige Muttern, weswegen die Gutachter eine Gefahr für Autofahrer unter der Brücke erkannten, falls die Leitung herunterfallen sollte. Ein Brückenbautrupp der Behörde habe die Muttern erneuert, weswegen Kordon den Zustand der Brücke nun als „befriedigend“ einstuft. Wer sich nun Sorgen macht, dass aus der Leitung Übelriechendes tropfen könnte: Sie ist vor allem für die Ableitung von Niederschlagswasser da.  

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